Fast Food erhöht Risiko für Typ II Diabetes

In der September-Ausgabe 2005 des „American Journal of Clinical Nutrition” wurden die Daten einer groß angelegten internationalen Studie über den Zusammenhang von Ernährungsverhalten und Diabetes-Risiko publiziert. 

Folgendes Ernährungsmuster wurde als Risikofaktor für den Typ II Diabetes identifiziert:

  • Gesüßte Softdrinks
  • Raffinierte Kohlenhydrate, besonders Weißmehlprodukte
  • Fleischwaren, besonders Wurst, Schinken, Speck etc.
  • Niedrige Zufuhr von Obst und Gemüse

Dieses Muster führt zu einer erhöhten Entzündungsbereitschaft im Körper, sowie zu einem signifikant erhöhten Risiko für Typ II Diabetes.

Warum macht Fast Food dick?

Morgon Spurlock zeigte in einem Selbstversuch, der auch als Film „Supersize me” in die Kinos kam, dass Fast Food dick und krank macht. Übergewicht ist ja auch einer der größten Risikofaktoren für Diabetes Typ II.

Warum macht Fast Food dick? 

  1. Fast Food hat enorm viele versteckte Fette:
    In kaum einem Produkt gibt es so viele versteckte Fette, meist gesättigt, wie in Hamburgern, Donats und weiteren Produkten des Fast Food. Versteckte Fette erhöhen das Risiko für Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen.
  2. Stark gesüßte Soft-Drinks, Milch-Shakes, Limonaden etc.:
    In diesen Getränken befindet sich enorm viel weißer Zucker, welcher ein direkter Dickmacher und ein Mineral- und Vitamin-Räuber ist. In ½ Liter Cola z.B. befindet sich die Zuckermenge von ca. 15 Stück Würfelzucker. Manche Softdrinks wie Schoko-Sahne-Shakes haben pro ½ Liter bis zu 1.200 kcal.
  3. Schnelles Essen:
    Durch die weiche Konsistenz der Fast Food Produkte werden diese kaum gekaut, sondern heruntergeschlungen. Durchschnittlich benötigt man für das Essen eines Fast Food Menüs nur 3 ½ Minuten. Das Sättigungsgefühl tritt jedoch erst nach 15-20 Minuten ein, so dass man viel mehr als nötig isst. Man spürt nicht mehr die Signale des Körpers.
  4. Maxi-Menüs:
    Maxi-Menüs sind billiger. Da man ohnehin kaum ein Sättigungsgefühl hat, werden Maxi-Menüs sehr häufig gekauft. Man fühlt sich nur satt, wenn der Magen voll ist und drückt.
  5. Das Essen zwischendurch:
    Durch das unkontrollierte Essen zwischendurch werden viel mehr Kalorien zugeführt, als man denkt. Dadurch kommt es häufiger zu Insulinspitzen, welchen wieder Heißhungerphasen folgen. Die Folge: Man isst viel mehr als nötig.

Unser Kommentar:

Falsches oder richtiges Essen ist ganz entscheidend für unsere Gesundheit. Nicht nur, wenn wir bereits erkrankt sind als Therapie, sondern auch in der Vorbeugung! Eine ausgewogene vegetarische Ernährung ist eine der besten Vorbeuge- und Behandlungsmethoden u.a. bei Diabetes Typ II. 
Nehmen Sie sich Zeit zum Essen. Die Lebensmittel sind ein Geschenk der Natur, welches wir dankbar und mit der entsprechenden Achtung zu uns nehmen sollten. Die goldene Lebensregel „Was Du nicht willst, dass man Dir tu’, das füg auch keinem anderen zu” trifft auch hier zu. Möchten wir einfach achtlos mit unseren Fähigkeiten ausgenutzt werden? Oder wäre es uns lieber, wenn man unsere Qualitäten schätzt?
Vielleicht ist dies auch ein Hinweis, dass viele Krankheiten entstehen, weil wir den Bezug und die Achtung vor der Natur – mit all ihren Lebensformen wie Tieren, Pflanzen, Mineralien – verloren haben.

Übrigens:

Das Heilfasten nach den Gesetzen der Natur in der HG Naturklinik lehrt uns wieder, auf unsere Körpersignale zu achten, sie zu verstehen. Denn unser Körper möchte uns durch viele Zeichen helfen, gesund und leistungsfähig zu werden und zu bleiben.

Der aktuelle Fall aus der HG Naturklinik Michelrieth 

Ein Patient mit starkem Übergewicht und einem insulinpflichtigen Diabetes Typ II (mit einem Insulinbedarf von 120 Einheiten pro Tag) nahm am Heilfasten in der HG Naturklinik teil und führte diese vegetarische, weitgehend vegane Ernährung auch zu Hause fort. Unterstützend erhielt er naturheilkundliche Maßnahmen. 
Innerhalb von vier Wochen konnte er sein Gewicht um 19kg reduzieren, und, was besonders beeindruckend ist, die Insulinmenge von 120 auf 20 (!) Einheiten pro Tag verringern. Und es geht weiter bergauf!