Studien zum Thema Übergewicht

Im November 2004 erschienen in der internationalen medizinischen Fachliteratur zwei interessante Studien zum Thema Übergewicht

Von der Universität Göteborg wurden 290 schwedische Frauen im Alter von 70 bis 84 Jahren auf Veränderungen des Hirnvolumens untersucht. Die Untersuchung erfolgte mittels Computertomographie. Bei verschiedenen Frauen zeigten sich Substanzverluste im Bereich des Temporallappens. Da die Gruppe von Frauen über einen längeren Zeitraum regelmäßig gesundheitlich überwacht worden waren, war die Entwicklung des Körpergewichts bei den einzelnen Studienteilnehmern bekannt. Die Frauen mit einem auffälligen Hirn-CT hatten als Erwachsene durchgängig einen höheren Body-Mass-Index als die Frauen mit normalen CT-Befund.

Die statistische Auswertung der Studie zeigte eindeutig, dass die Substanzverluste im Bereich des Temporallappens ausschließlich mit dem BMI korrelierte. Das Ergebnis dieser Studie legt den Schluss nahe, dass Übergewicht ein zusätzlicher Risikofaktor ist für vorzeitiges Altern, Demenzerkrankungen und Rückbildung des Gehirns.

Zu ähnlichen Ergebnissen kam eine Studie, die von der Universität von Kalifornien durchgeführt wurde. Das Forscherteam analysierte Daten von 2632 Studienteilnehmern im Alter von 70 bis 79 Jahren. Ca. 1000 Probanden hatten ein Metabolisches Syndrom, d.h. Übergewicht erhöhte Triglycerid- und Blutzuckerspiegel sowie einen erhöhten Blutdruck. Bekanntlich ist das metabolische Syndrom ein Risikofaktor für Diabetes mellitus und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Häufig sind bei diesem Krankheitsbild auch verschiedene Entzündungsparameter krankhaft verändert.

Bei den Studienteilnehmern mit Metabolischem Syndrom und erhöhter Entzündungsaktivität wurden in stark erhöhtem Maße Hirnleistungsstörungen festgestellt.

Fazit:

Übergewicht fördert nicht nur Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Erkrankungen des Bewegungsapparates und Stoffwechselkrankheiten, sondern führt auch zu Hirnleistungsstörungen bis hin zu Demenzerkrankungen.