Newsletter Januar 2007
Unser Gesundheitstipp:
Gerade jetzt nach den Feiertagen tut ein Obsttag sehr gut. Nehmen Sie sich an diesem Tag Zeit. Nehmen Sie sich Zeit beim Aufstehen und Ankleiden, machen Sie einige Körperübungen, wenn möglich am offenen Fenster, und atmen Sie ganz tief durch. Essen Sie ganz bewusst Ihre Obstmahlzeiten. Als Getränke eignen sich besonders Kräutertees und Mineralwasser. Bitte keinen Alkohol und keinen Kaffee an diesem Tag. Schließen Sie den Abend mit einem Spaziergang ab, mit entspannender Musik, mit einer Meditation, einem warmen Bad.
Sie werden sich am nächsten Tag wie neu geboren fühlen.
Stadtlärm verändert den Gesang der Vögel
Niederländische Forscher haben die Gesänge von Meisen aus 10 europäischen Großstädten mit den Gesängen ihrer Artgenossen aus umliegenden Wäldern verglichen. Die Stadtmeisen singen nicht nur in höheren Tonlagen, sondern ihre Gesänge sind zudem kürzer und schneller. Das ergab die Auswertung der Daten.
Die niederländischen Froscher: Die Vögel in der Stadt sind wohl dazu gezwungen, ihren Gesang zu ändern, weil die ländliche Gesangsweise im Stadtlärm untergehen würde. Durch die Änderung ihres Gesangs hätten sich die Meisen demnach an das Stadtleben angepasst.
Unser Kommentar:
Eigentlich ist diese Studie ja nichts Besonders. Es ist doch allgemein bekannt, dass sich Tiere an die Umweltbedingungen anpassen. Doch erlauben Sie uns ein paar zusätzliche Gedanken.
Der Stadtlärm ist von uns Menschen erzeugt. Die Meisen reagieren darauf. Nach den Regeln der Epigenetik geht diese Anpassung im Laufe von Generationen in das Erbgut der Meisen über, es gibt eine neue Spezies, eine neue Untergruppe von Meisen, die es bisher nicht gab. Wenn nun in einigen Generationen ein Mensch z.B. davon redet, dass Harmonie und Ruhe erstrebenswerte Ziele sind, und die Natur unser großes Vorbild, könnte ein Anderer einfach sagen:“ Was willst du denn mit Deiner Harmonie. Schau dir die Meisen an, so hektisch wie die sind.“ Die Unart des Menschen hat die Natur verändert.
Ist es da nicht auch möglich, dass es z.B. zu Beginn der Schöpfung gar keine fleischfressenden Tiere gab? Dass das „Vorbild“ des Menschen auch hier seine Umwelt, in diesem Fall die Tiere veränderte? Und sie durch das Verhalten des Menschen erst so geworden sind? So wie wir es in der Bethlehem-Bitte lesen können?
Lassen wir diesen Gedanken als Möglichkeit zu, heißt das aber im Umkehrschluss auch, dass wir Menschen es in der Hand haben, die Welt und die ganze Natur auch wieder zum Positiven zu verändern. Wenn wir friedvoll werden, wenn wir unseren Mitmenschen und der Natur nicht mehr schaden, sondern sie achten und lieben lernen, wird sich auch die Welt um uns verändern. So kann die Vision des Propheten Jesaja Wirklichkeit werden in der es heißt: : „Der Löwe soll liegen bei dem Kalbe und der Leopard bei dem Zicklein und der Wolf bei dem Lamm und der Bär bei dem Esel und die Eule bei der Taube. Und der Löwe frisst Stroh wie das Rind“. Jetzt zeigt uns sogar die Wissenschaft, wie das Wirklichkeit werden kann.
Ist das nicht auch eine Vision für das Neue Jahr?
Gute Laune erweitert den Blickwinkel, aber verschlechtert die Konzentration
Kanadische Forscher der Universität von Toronto untersuchten den Einfluss der Stimmung auf die Bewältigung verschiedener Testaufgaben. Dabei wurden die Testteilnehmer durch verschiedene Arten von Musik entweder in eine gute, beschwingte Stimmung versetzt, oder in eine eher traurige Stimmung.
Die Gutgelaunten schnitten bei den Kreativaufgaben besser ab als ihre traurigen Kollegen. Positive Stimmung erleichtert offensichtlich Denkaufgaben, die eine Informationsaufnahme und –verarbeitung erfordern.
Beim Konzentrationstest ließen sich die Gutgelaunten eher von visuellen Störungen ablenken. Die traurigeren Probanden schnitten deutlich besser ab.
Unser Kommentar:
„Gut drauf sein ist in“. Eine ganze Industrie von Freizeit und Wellness und auch die Medien wollen uns dies nahe bringen und erfüllen. Es ist ja auch schöner, „gut drauf“ zu sein.
Diese Studie zeigt uns aber, dass beide Aspekte, auch die traurigere Stimmung, ihre Vorteile und Berechtigung haben.
Unser Weg zur Gesundheit, wenn wir krank sind, ja unser ganzes Leben besteht ja aus Lernen. Wir können nur dann gesund werden, wenn wir unserem Leben einen Sinn geben, ein positives Ziel, für das es sich lohnt zu leben. Um uns dieses Ziel zu setzen, uns dafür zu begeistern, hilft uns die gute Stimmung. Auf dem Weg dorthin und damit zur Gesundheit kommen aber jeden Tag Hindernisse, Rückschläge, Enttäuschungen, Aufgaben, die es gilt zu bewältigen. Dazu benötigen wir gleichermaßen die Begeisterung für das Ziel, das uns so manches Tal überwinden hilft, wie auch die ernsten Phasen zur konzentrierten Analyse, was eigentlich zur Krankheit geführt hat. Denn keine Krankheit kommt „aus heiterem Himmel“. Nur aus dieser eigenen ehrlichen Analyse können wir ggf. eine Richtungsänderung vornehmen, die uns dem Ziel und damit der Gesundheit und einem zufriedenen, erfüllten Leben näher bringt. Der christliche Mystiker Meister Eckhart sagte sinngemäß: „Leid ist das schnellste Pferd zur Vollkommenheit“.
Hecheln wir also nicht mit aller Kraft nur dem „Guten Gefühl“, dem „Gut drauf sein“ hinterher. Das führt zwangsläufig zu Oberflächlichkeit und Leere. Wir könnten die schwermütigen Phasen unseres Lebens auch als Chance ansehen, zu analysieren, zu hinterfragen, und die Weichen neu zu stellen. Ändern tun wir doch in unserem Leben nur etwas, wenn es uns nicht so gut geht, oder?
Das Leben wird erst dann interessant und wertvoll, und wir werden dann auf unserem Weg zur Gesundheit erfolgreich sein, wenn wir beide Aspekte, die freudigen Phasen wir auch die traurigeren, schätzen und mit Hilfe der in uns wohnenden Kraft nutzen.
Das könnte uns übrigens auch helfen, so manchen „guten Vorsatz“ für das Neue Jahr umzusetzen.