Newsletter Januar 2007
Unser Gesundheitstipp:
Wir haben noch eine gute Ergänzung zu unserem letzten Gesundheits-Tipp über die Gundelrebe erhalten. Frau G.N. ergänzte noch:
Gundelrebe schmeckt auch hervorragend im Salat. Dazu die zarten Blätter im Frühling verwenden. Gundelrebe hat ein sehr gutes und intensives Aroma. Daher zuerst einmal sparsam verwenden.
Vielen Dank für diese Ergänzung.
„Die häufigste Krankheit ist die Diagnose“
So lautet die Überschrift eines Artikels, der am 10.01.2007 im Wissenschaftsteil der „Welt“ erschien. 80% dessen, was ein Arzt bei seiner Ausbildung lernt, betrifft die Diagnose. Nur die restlichen 20% seines Wissens helfen ihm, entdeckte Krankheiten zu behandeln.
Viele Untersuchungen steigern die Kosten, nicht aber die Gesundheit.
Viele Ärzte trauen nicht mehr ihren Augen und Ohren. Sie wollen viele Messdaten und betreiben einen Riesenaufwand mit technischen Untersuchungen.
Prof. Helmut Gillmann (1918-2002), einer der renommiertesten deutschen Internisten, sprach schon vor längerer Zeit: „Je mehr diagnostische Parameter herangezogen werden, umso geringer wird der Prozentsatz völlig normaler Personen. Untersucht man Menschen, die sich gesund fühlen, mit 20 Messmethoden, so sind nur 36% völlig normal. Bei 100 Messmethoden ist nur noch 1% als völlig normal zu bezeichnen.“
Mit dem Maschinenpark vieler Arztpraxen entsteht bei den Patienten oft das Gefühl, alles zu heilen. Dabei bringt die Diagnose noch keine Verbesserung, von kleinen Placeboeffekten abgesehen. Dennoch sind Ärzte permanent einem Zwang zur Diagnose ausgesetzt. Denn die Diagnose bedeutet eine Rechtfertigung des Arztes, begründet Rollenverpflichtungen, und löst Entschädigungspflichten aus.
Auch für den Patienten ist das Stellen einer Diagnose ein wichtiger Aspekt und legitimiert die Krankenrolle. Diese legitimierte Krankenrolle verwandelt einen Menschen in einen Patienten, und ist nach Erkenntnissen amerikanischer Soziologen die einzige akzeptable Möglichkeit, sich den sozialen Verpflichtungen zu entziehen.
Soweit der Artikel in der „Welt“.
Unser Kommentar:
Dieser Artikel beinhaltet sehr wesentliche Aspekte. Einige davon möchten wir herausgreifen.
Sehr viele Diagnosen werden gestellt, ohne dass sich hierfür eine Therapie anbieten lässt. Gleichzeitig trauen die Ärzte nicht ihren Sinnen und ihren Fähigkeiten. Sie haben es oft nicht gelernt. Daher versteckt man sich hinter Unmengen von Technik, der Mensch bleibt auf der Strecke.
Doch es ist der Körper, der Patient selbst, der über viele, viele Hinweise Ärzten und Therapeuten zeigen möchte, was ihm fehlt und wo er Hilfe braucht. Diese haben es nur verlernt, zuzuhören und zu beobachten.
Was dann damit anfangen? Wo sollte eine Behandlung ansetzen? Es kann doch nur eine gezielte Therapie aufgrund einer Diagnose erfolgen, wenn man weiß, wie Krankheiten entstehen, wenn man selbst viel Lebenserfahrung hat, wenn man als Arzt und Therapeut eine positive Kommunikation zur Natur, zu seinen Mitmenschen, ja zur ganzen Schöpfung hat. Denn der Mensch ist ein Naturkörper.
Ein hoher Anspruch, aber nach unserer Ansicht die einzige Möglichkeit, wirklich zu helfen.
Ist dies nicht der Fall, liefert man sich mit Haut und Haar einer Industrie aus, die Behandlungskonzepte anbietet, die letztlich häufig nur der Industrie selbst dienen.
Die „legitimierte Krankenrolle“ zeigt auch, dass den Krankheiten etwas ganz anderes zugrunde liegt, nämlich häufig die Unwilligkeit oder Unfähigkeit der sozialen Kontakte, die bewussten und unbewussten Emotionen gegen seine Mitmenschen und seine Umwelt, Bequemlichkeiten u.v.m.
Gesund werden heißt also auch, diese Zusammenhänge zu ergründen und selbst eine positive Kommunikation zu allem Leben, das uns umgibt, aufzubauen. Dies erfordert ein aktives Mitarbeiten des Patienten einerseits, und einen erfahrenen Arzt oder Therapeuten – erfahren insbesondere in Bezug auf diese Zusammenhänge und auf die Vorgänge im Naturkörper Mensch in Beziehung zur Natur, aus der er ist.In unserer HG Naturklinik Michelrieth haben wir uns gerade dies als Maßstab genommen. Einerseits haben unsere Ärzte und Therapeuten gelernt, und lernen immer weiter, den Patienten zuzuhören, die Signale und Hinweise, die der Körper gibt, zu erkennen und zu verstehen, dies mit sinnvollen diagnostischen Verfahren zu ergänzen, um dann wirklich eine gezielte und erfolgversprechende Therapie einzuleiten. Kein Verstecken hinter Maschinen, sondern die sinnvoll eingesetzte Technik als Hilfe und Unterstützung der menschlichen und fachlichen Fähigkeiten und der Intuition der Ärzte und Therapeuten.
„Medicus curat, Deus sanat“. Der Arzt behandelt, doch Gott heilt. Nur so kann eine wirkliche Heilung erfolgen. Der Patient im Vertrauen auf den inneren Arzt und Heiler, aktiv am Mitgestalten und Lösen aller krankmachenden Lebens- und Verhaltensweisen, unterstützt vom Arzt und Therapeuten im Dienst der Selbstheilungskräfte im Menschen.
Dies ist die Basis unserer Diagnostik, die weltweite Anerkennung erfährt, und in der Folge eine sinnvolle und erfolgversprechende Therapie ermöglicht.
