Newsletter Januar 2007
Unser Gesundheitstipp:
Bei erhöhter Harnsäure:
Viel Obst essen, denn dies enthält viel Kalium, das die Lösung von Harnsäure begünstigt. Besonders zu empfehlen sind schwarze Johannisbeeren (2 Gläser Saft tgl.) und Preiselbeeren, aber auch Erdbeeren, Himbeeren, Kirschen (während der Kirschenzeit unbedingt einmal wöchentlichen Obsttag einlegen), sowie getrocknete Pflaumen.
Psychosozialer Stress führt zu Entzündungen
In der neuesten Ausgabe der Fachzeitung „Archives of Internal Medicine“ wurden Ergebnisse einer Studie an 6.800 Männern und Frauen publiziert, in welcher der Zusammenhang zwischen psychologischen Merkmalen und den Entzündungsmarkern Fibrinogen, CRP und Interleukin 6 untersucht wurde.
Es zeigte sich, dass Zynismus am stärksten die Entzündungsmarker im Blut ansteigen ließ; chronischer Stress war mit dem Anstieg von zwei Entzündungsmarkern assoziiert und Depressionen führten nur zu einem Anstieg des Interleukin 6.
Unser Kommentar:
Diese Ergebnisse sind deswegen sehr bedeutsam, weil bei nahezu allen Zivilisationskrankheiten wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes, Rheuma u.s.w. entzündliche Prozesse eine wichtige Rolle spielen.
Interessant ist auch, dass durch Zynismus die Entzündung im Körper am stärksten ist. Hängt dies eventuell mit dem Wesen eines Zynikers zusammen? Ein Zyniker ist oft mit bestimmten Dingen nicht einverstanden, er revoltiert innerlich dagegen und äußerlich arrangiert er sich. Er tut aber auch wenig oder nichts, um diese Umstände zu ändern – oder die Einstellung dazu. Der Zynismus zeigt die Verbitterung und die Niederlage im Kampf gegen die „widrigen Lebensumstände“ an. Ein permanenter Kampf, der letztlich aber zur Aggression gegen die Umwelt, gegen die Mitmenschen führt. Und Aggression ist Entzündung, die letztlich zu all den beschriebenen Krankheiten führen kann. Somit kann die Ursache dieser Krankheiten zumindest zum großen Teil Folge dieser Lebenseinstellung ein. Besser als Zynismus wäre die Bereitschaft, aus den Lebensumständen zu lernen, und das, was man von der Umgebung erwartet, selbst zu entwickeln und zu geben.
Positive emotionale Grundhaltung schützt vor Infekten
In der Dezember-Ausgabe der Zeitung „Psychosomatic Medicine“ wurden die Ergebnisse einer Studie der Universität Pittsburgh publiziert, bei der Wissenschaftler über Wochen sorgfältig die Stimmung von 193 Versuchpersonen registrierten. Dann wurden diese mit Erkältungsviren infiziert und in Quarantäne gebracht. Die positiv gestimmten Personen berichteten von weit weniger Symptomen als die Missmutigen.
Die Wissenschaftler schließen daraus, dass eine positive emotionale Grundstimmung eine größere Rolle für die Gesundheit spielt als bisher angenommen.
Unser Kommentar:
Diese Studie ergänzt ideal die zuerst genannte Studie. Ein „starkes Immunsystem“ hängt also wesentlich von der positiven Grundstimmung ab. Letztlich ist die beste Therapie für ein geschwächtes Immunsystem, die negativen und aggressiven Aspekte zu analysieren und zu lösen. Dies beinhaltet immer auch eine Aussöhnung mit den Mitmenschen und der Natur.
Das aktuelle Fallbeispiel:
Eine 39-jährige Patientin kommt mit einem massiven Erschöpfungszustand, klagt über Schlaflosigkeit, innere Unruhe, Angst und Panikattacken, Kreislaufschwäche, Muskelzuckungen. Sie käme im Moment weder mit sich selbst, noch mit dem Mann und den Kindern zurecht.
Nach einer ausführlichen körperlichen Untersuchung, psychologischer Befunderhebung, Mikronährstofflabor und naturheilkundlicher Diagnostik wurde die Patientin ambulant behandelt. Parallel zu Entspannungstherapien mit u.a. Meridian-Massagen und Lymphdrainagen bekam sie orthomolekulare Infusionen, naturheilkundliche Medikamente zum Nervenaufbau und Toxin- Ausleitungstherapien mittels EDS. Sie begann, sich aktiv in psychotherapeutischen Gesprächen zu engagieren; wegen hier festgestellter Nahrungsmittelunverträglichkeiten begann sie mit einer schrittweisen Umstellung ihrer Ernährung.
Innerhalb eines Monats klangen Schlaflosigkeit und innere Unruhe ab. Ab dem zweiten Monat fühlte sie sich bereits wieder kräftiger. Im Laufe der weiteren körperlichen Erholung war sie zunehmend in der Lage, die Konflikte in ihrem Leben zu erkennen und schrittweise aufzuarbeiten. Sie lebt jetzt seit einem Jahr wieder zufrieden und symptomfrei.