Newsletter Februar 2007
Unser Gesundheitstipp:
Ein Mittel zur Anregung des Appetits und der Verdauung:
25g Wacholderbeeren, 25g Bitterklee und 25g Wermut in 2 Liter Wasser so lange kochen, bis nur noch 1 Liter übrig ist. Dann abseihen. Dieses Konzentrat kühl und dunkel aufbewahren. 1-2x täglich vor dem Essen 1 Essl. einnehmen.
Nicht länger als 4 Wochen einnehmen, nicht überdosieren. Nicht für Säuglinge oder Kleinkinder geeignet.
„Einzelmord trifft Gefühle stärker als Massenmord“
In der „Welt“ erschien am 18.02.07 ein Artikel mit diesem Thema. Der Mensch kann auf einen Völkermord nicht angemessen reagieren. Offensichtlich ist unsere Fähigkeit mitzufühlen begrenzt. Für US-Psychologen jedenfalls ist es kein Wunder, dass das Mitgefühl bei 200.000 Toten weg ist.
Der Mensch wird von einem Einzelschicksal stärker angesprochen als von einer Reihung von Schicksalen und ist damit nach Einschätzung des US-Psychologen Paul Slovic seelisch nicht in der Lage, auf einen Vorgang vom Umfang eines Völkermordes angemessen zu reagieren. Bei einem Versuch in Schweden sei den Teilnehmern das Foto eines sterbenden afrikanischen Mädchens, sodann das Foto eines sterbenden afrikanischen Jungen und schließlich ein Foto beider Kinder gezeigt worden. Die Sympathie der Probanden habe beiden Einzelkindern etwa in gleichem Maße gegolten, sei aber gesunken, wenn sie beide zusammen betrachtet wurden, erläuterte Slovic bei der Jahrestagung der Amerikanischen Gesellschaft für den Fortschritt der Wissenschaften.
Ein entschiedenes Eintreten gegen Massenmorde sei auf dieser Grundlage nicht zu erwarten, sagte Slovic. Höhere Zahlen von Toten gingen mit zunehmender Gleichgültigkeit einher. Die Studie belege eine "verstörende psychologische Tendenz", die darin liege, dass unsere Fähigkeit mitzufühlen begrenzt ist. Wenn schon das Hinzutreten eines zweiten Schicksals das Mitgefühl verringere, sei es "kein Wunder, dass das Gefühl bei 200.000 Toten weg ist".
Unser Kommentar:
Diese Studie gibt vielleicht einen Hinweis darauf, warum es uns Menschen oftmals gleichgültig ist, was neben unserer eigenen kleinen Welt passiert. Selbst wenn in unserer Straße ein Unglück geschieht, bei dem mehrere Menschen verletzt oder getötet werden, macht es uns meist nur dann betroffen, wenn wir eine persönliche Beziehung zu diesen Menschen hatten.
Ist das vielleicht auch eine Erklärung dafür, warum uns die Umweltkatastrophen weltweit, mit Zigtausenden von Toten und Verletzten, mit der Aussicht auf millionenfaches Leid in der Zukunft, kaum berühren. Dies hat aber zur Folge, dass der Einzelne kaum die echte Notwendigkeit einsieht, in seinem Leben etwas zu verändern. „Man“ müsste etwas tun, solange der Einzelne keine Einschränkung hat.
Dennoch ist das Mitgefühl und das Gewissen wichtig, vielleicht eine unserer wertvollsten Hilfen als Mensch überhaupt. Nur das Mitgefühl bringt uns Verständnis und den Wunsch, für unsere Mitmenschen, für die Tiere, die Natur etwas zu tun. Nur das Mitgefühl führt uns zu einem friedvollen Zusammenleben. Wir können das Mitgefühl wieder aktivieren, wieder lernen.
Stellen wir uns einen Menschen vor, den wir z.B. mit Worten verletzt haben. Versetzen wir uns gedanklich und gefühlsmäßig in ihn hinein in der Frage: „Wie würde es uns ergehen, wenn jemand uns so verletzt hätte?“ Lassen wir dieses Gefühl wirklich in uns entstehen, sich entwickeln. Wir werden spüren: „Mir würde das gar nicht gefallen. Es tut mir leid, wenn ich bei diesem Menschen so etwas ausgelöst habe.“ Und es kommt der Wunsch, sich zu entschuldigen, es wieder gutzumachen.
Durch diese Übung, die wir auch auf andere Menschen ausdehnen können, später auf mehrere, dann auf viele Menschen, dann auf die Tiere und die Natur ausdehnen können, entwickeln wir unser Mitgefühl, und das Gefühl, dass wir mit allem verbunden sind, was lebt.
Das ist die Chance für eine bessere Welt, die aus dem Mitgefühl und letztlich aus der Zuneigung und Liebe zu allem, was lebt, entsteht.
Antioxidantien und andere Nahrungsergänzungsmittel auch während Chemo- und Strahlentherapie möglich
Eine Metaanalyse, die Anfang dieses Jahres veröffentlicht wurde, zeigt, dass Antioxidantien und andere Nahrungsergänzungsmittel keinerlei negative Einflüsse auf die Wirksamkeit einer Chemotherapie oder Bestrahlung haben. Im Gegenteil, es kann die Verträglichkeit und Wirksamkeit verbessern.