Newsletter März 2007

Unser Gesundheitstipp:

Ballaststoffe stärken das Immunsystem.
Für eine ballaststoffreiche Ernährung essen Sie einen hohen Anteil an Vollkorngetreide, Gemüse und Obst, und ergänzend täglich 1-2 Teel. Weizen-, Dinkel- oder Haferkleie. Trinken Sie dazu viel Flüssigkeit. Dies stärkt das Immunsystem.
Wie? Das lesen Sie in diesem Newsletter.

Buchbesprechung „Wer erklärt den Menschen“

Dieses Buch ist herausgegeben von Carsten Könneker und erschien als Fischer Taschenbuch.
In diesem kürzlich erschienenen Band haben verschiedene Hirnforscher, Psychologen und Philosophen Beiträge geschrieben, mit u.a. folgenden Titeln: „Die Biologie des Bewusstseins“, „Die Zukunft der Hirnforschung“, „Quo Vadis Psychologie“, „Willensfreiheit“, „Grenzen der Hirnforschung“, „Neuroethik und Menschenbild“.

In dem Buch wird der aktuelle Stand der Hirnforschung gut verständlich dargestellt. Dabei geht es auch um die Frage, inwieweit dem Menschen aufgrund seiner gedanklichen Programmierungen noch eine Willensfreiheit zugesprochen werden kann. Außerdem beschäftigt sich dieses Buch auch mit ethischen Aspekten, die sich aus den Ergebnissen der Hirnforschung ableiten. Die neurobiologische Forschung hat u.a. zweifelsfrei nachgewiesen, dass auch Tiere empfindungs- und bewusstseinsfähige Lebewesen sind, die ebenso wie der Mensch Gefühle haben und unter ihren bewussten Erlebnissen leiden können.

Auf diesen Aspekt wollen wir heute näher eingehen.

Der renommierte Mainzer Philosophieprofessor Thomas Metzinger äußert sich in dem Artikel „Beweislast für Fleischesser“ zu ethischen Fragen des Fleischkonsums und zu Tierversuchen. Er schreibt u.a. folgendes auf S. 253 ff:
„Wir müssen davon ausgehen, dass die weit überwiegende Mehrheit aller Masttiere – ob Pute, Rind oder Schwein – höchstwahrscheinlich ihr Leben lang immer wieder bewusst leidet. Obwohl sie nicht sprechen ... können, haben diese Tiere nicht nur Gefühle, sondern auch Interessen: An einer möglichst hohen Lebensqualität, an zahlreichem Nachwuchs, an einem langen Leben.“
„Das historisch neue Element in dieser alten Debatte (Anm. Vegetarier gegen Fleischesser) ist aber die Verschiebung der Beweislast: Früher galten die Vegetarier als ein bisschen seltsam und moralisch überempfindlich. Jetzt sind es die Fleischesser, die sich gegen die moderne Neurobiologie des Bewusstseins verteidigen und erst einmal zeigen müssen, welche Tiere mit Sicherheit nicht leidensfähig sind. In der Tat steigt nicht nur in der allgemeinen Bevölkerung, sondern auch unter Philosophen die Zahl der Vegetarier langsam aber stetig an. Die Philosophin Elke Brendel von der Universität Mainz weist dabei auf den entschiedenen Punkt hin: Es geht nicht nur um die bewusste Leidensfähigkeit von Tieren, sondern darum, dass diese mehr oder weniger stark mit Wünschen, Zielen, Erwartungen, Überzeugungen, Bewusstsein – und damit mit Interessen verbunden ist.“
In einigen weiteren Abschnitten geht es auch um Tierversuche:
„Bezüglich der Tierversuche gibt es einen gesellschaftlichen Verdrängungsprozess. An der selbstgerechten Empörung kann nämlich fast jeder teilnehmen, ohne dass es ihn etwas kostet. Auch die Dame, die gerade ihre Pelzjacke ablegt, um anschließend einen köstlichen Lammbraten zu verzehren ... Wir brauchen einen Sündenbock, weil wir alle ahnen, dass unser Umgang mit Tieren unter ethischen Gesichtpunkten schon lange unhaltbar geworden ist.“

Unser Kommentar:

In diesem Buch werden die konsequenten Fragen über die Rechtfertigung z.B. des Fleischkonsums oder der Tierversuche gestellt, die sich völlig logisch aus den Erkenntnissen der Neurobiologie und der Bewusstseinsforschung ergeben.

Auch der Mensch als sogenannte „Krone der Schöpfung“ wird hier sehr fragwürdig. Krone wovon? Der ethischen Werte – oder der Gleichgültigkeit und Grausamkeit? Aus diesen wissenschaftlichen Erkenntnissen ergibt sich zwangsläufig die Frage, mit welchem Recht der Mensch sich selbst die Fähigkeit zu Freude, Schmerz, Leiden und Wünschen zuspricht, es aber allen anderen Lebewesen abspricht. Hier sollte man sich auch fragen, woher diese unbarmherzige Einstellung überhaupt kommt. Liegt es vielleicht auch mit daran, dass die Institutionen christliche Kirchen den Tieren eine Seele und damit diese Fähigkeiten, die den Menschen ausmachen sollen, abspricht, und dies den Gläubigen jahrtausendelang einimpfte?
Jedenfalls ist dies alles nicht mehr haltbar.

Tiere empfinden Schmerz wie wir.
Tiere empfinden Freude wie wir.
Tiere empfinden Trauer wie wir.
Tiere empfinden Lebenslust wie wir.
Tiere haben Bedürfnisse, so wie wir.

Ist es da nicht einfach logisch, dass die Goldene Regel der Bergpredigt „Was Du nicht willst, dass man dir tu`, das füg auch keinem anderen zu“ sowohl für Menschen als auch für Tiere gilt? Die Wissenschaft liefert dazu nun den Beweis.
Vielleicht wird sie in absehbarer Zeit auch den Nachweis erbringen können, dass dies für alles Leben gilt, auch für die Pflanzen, auch für die Mineralien und Steine. Denn alles ist Teil des großen Lebens, von dem auch wir Menschen ein Teil sind.

Müsli gegen Darminfektionen

Ballaststoffe stimulieren körpereigene Antibiotika-Produktion.
Eine Studie der medizinischen Universitätsklinik Würzburg hat nachgewiesen, dass eine ballaststoffreiche Ernährung die Produktion von körpereigenen Substanzen, sogenannten Peptiden, im Dickdarm fördert, welche dort schädliche Bakterien und andere Mikroorganismen abtöten können. Dies sei, so die Forscher aus Würzburg, eine Chance zur Vorbeugung und Behandlung von Infektionen.

Das aktuelle Fallbeispiel:

Diabetes, Vaskulitis und Herzschwäche:

Ein 66-jähriger Patient mit bekanntem insulinpflichtigen Diabetes mellitus Typ 2, Übergewicht und Vaskulitis (eine Art Rheumaerkrankung der Gefäße) klagt über Zunahme der Rheumabeschwerden, wie Gliederschmerzen, geschwollene Gelenke und stark eingeschränkte Bewegungen. Zusätzlich berichtet der Patient über neu aufgetretene allgemeine Schwäche, leichte Ermüdbarkeit bei minimaler körperlicher Anstrengung, Atemnot und Herzrasen. Letzteres hat der Patient zum ersten Mal im Leben. Gleichzeitig sind auch die Blutzuckerwerte gestiegen, da der Patient immer mehr Kortison aufgrund der Schmerzen benötigte. Er musste daher immer mehr Insulin spritzen.

Nach ausführlicher Anamnese und körperlicher Untersuchung wurde zur weiteren Abklärung durchgeführt: EKG, Echokardiographie (Ultraschalluntersuchung des Herzens), Analyse der Mikronährstoffe (Vitamine, Aminosäuren und Spurenelemente), Blutausstrichtest und Dunkelfeld-Vitalblut-Untersuchung zur Untersuchung des Körpermilieus, Heartrate- Variability-Test zur Untersuchung des Zustands des vegetativen Nervensystems, physiotherapeutische Befunderhebung.

Es fand sich neben dem Rheumaschub eine deutliche Herzmuskelschwäche, wahrscheinlich infolge des Rheumas, wie auch aufgrund der aggressiven antirheumatischen Therapie.
Wir führten eine Kombination von hochdosierten Vitamin-C- Infusionen, hämatogenen Oxydationstherapien (große Eigenblutbehandlung mit Sauerstoff), Magnetfeld-Therapien mit individuell bestimmter Einstellung, Airnergy-Inhalationen, sowie Physiotherapien zur Gewebebehandlung durch. Der Patient hat an unserem Heilfasten-Programm teilgenommen.

Innerhalb von 10 Tagen waren die Gelenkbeschwerden völlig verschwunden; der Patient war gut belastbar und klagte nicht mehr über Atemnot und Herzrasen. Er hat in diesem Zeitraum
7 kg abgenommen und der Blutzucker hat sich normalisiert. Am Ende benötigte der Patient nur ein Drittel der Insulin- und die Hälfte der Kortisondosis.

Bei einer Kontrolluntersuchung nach einem Monat ist der Patient weiterhin beschwerdefrei. Der Insulin- und Kortisonbedarf hat sich nicht erhöht.

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