Newsletter März 2007
Unser Gesundheitstipp:
Schützen Sie sich bereits jetzt vor der UV-Strahlung:
Bei kalter Luft ist die Wirksamkeit der UV-Strahlen sogar stärker als bei warmen Temperaturen. Daher schützen Sie sich bei sonnigem Wetter bereits jetzt mit Hut und Sonnenbrille.
Dieser Tipp kam von unseren Tieren. Sie standen am letzten Sonntag im Schatten, obwohl das Wetter einfach wunderschön war. So recherchierten wir und erfuhren: Die Tiere haben intuitiv Recht.
Wer fit ist, ist auch gesund – wirklich?
In der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift „Erfahrungsheilkunde“ erschien ein Artikel von Professor Mucha von der deutschen Sporthochschule Köln, der sich mit einem möglichen Zusammenhang zwischen Fitness und Gesundheit beschäftigte.
Die Sporthochschule Köln untersuchte alle Studien seit 1980 über einen vorbeugenden Zusammenhang zwischen Fitness und körperlicher Gesundheit. Dabei wurde Fitness definiert durch folgende Merkmale: Ausdauer, Kraft, Beweglichkeit und Koordination, und die Gesundheit als Abwesenheit von körperlicher Krankheit.
Aus den Ergebnissen all dieser analysierten Studien kann derzeit nicht auf einen vorbeugenden Zusammenhang zwischen Fitness und körperlicher Gesundheit geschlossen werden.
„Es kann auch nicht vorausgesagt werden, inwieweit der Fitnesszustand die momentane oder künftige Gesundheit beeinflusst. Man kann auch ernsthaft krank sein, obwohl man hohe Werte in einem Fitnesstest erreicht.“ Soweit Professor Mucha.
Unser Kommentar:
Gesundheit ist also mehr als körperliche Fitness.
Was unserer Erfahrung nach den Menschen ausmacht, was wirklich zählt, und was auch über Gesundheit oder Krankheit mit entscheidet, ist die innere Einstellung, die Motivation für eine Handlung. Nicht nur die Handlung selbst, sondern deren Inhalt, deren Motivation, ist entscheidend.
Ein Beispiel: Jemand pflegt aufopferungsvoll ein schwer erkranktes Elternteil. Ob dies zu Frustration oder Erfüllung führt ist ausschließlich eine Frage der Motivation, der inneren Haltung. Kommt man zähneknirschend dieser Verpflichtung nach und hat dabei die Überzeugung, dass man durch diese Pflege um die beste Zeit seines Lebens, um die Erfüllung seiner Träume betrogen wird, kann dies zu starker Frustration, Depression, Hass und letztlich zu Krankheit führen. Sieht der Sohn oder die Tochter diese Aufgabe aber als Lernschritt, erfüllt er/sie diese Pflege mit Dankbarkeit, um sich selbstlose Aspekte in seinem Leben zu erarbeiten, so führt dies zu einer Zufriedenheit, zu Freude und letztlich zu Gesundheit.
Daher auch die Frage:
Was ist die Motivation für die Fitness? Ist es, um fit zu bleiben zur Erfüllung seiner Wünsche und Bedürfnisse, um gegebenenfalls einem Traum der Jugend hinterher zu eilen, oder ist es, um für die Menschen in der Umgebung, für die Umwelt ein wertvoller Mensch zu sein, leistungsfähig und aktiv?
Diese Erfahrung machen wir auch immer wieder in unserer Klinik. Es gibt Menschen, die sehr viel für ihre Fitness getan haben und dann völlig entsetzt sind, dass sie eine Krankheit plötzlich und unerwartet ereilt hat. Und es gibt Menschen, die bis ins hohe Alter aktiv und lebensfroh sind, weil sie sich für ihre Mitmenschen, für Natur und Tiere einsetzen.
Das heißt: Fitness ja, denn der Mensch ist ein Bewegungskörper, und diesen sollten wir achten und pflegen. Die Frage dabei ist: Warum? Was hat meine Umwelt davon, dass ich fit bin?
Mediziner fordert Fettsteuer
Der renommierte Wiener Ernährungsmediziner Kurt Widhalm fordert konkrete Maßnahmen „zur Eindämmung der Fettsuchtepidemie in Österreich“. Sein Vorschlag: Eine Art Fettsteuer.
„Man könnte bestimmte fettreiche Produkte mit einem Aufschlag ähnlich der Mineralölsteuer belegen, und im Gegenzug Obst und Gemüse verbilligen.“
Nach Aussagen von Klaus Eder, Professor für Ernährungsphysiologie der Universität Halle, werden im Jahr 2030 40% der Deutschen an Diabetes erkrankt sein, wenn sich ihr Ernährungs- und Bewegungsverhalten bis dahin nicht deutlich verändert hat. Drastische Maßnahmen zur Eindämmung der Übergewichtsepidemie seien dringend erforderlich.
Unser Kommentar:
Diabetes und Übergewicht sind die teuersten Krankheiten überhaupt. Letztlich kann falsche Ernährung und Bewegungsmangel die Finanzierbarkeit unseres Gesundheitssystems zum Kippen bringen, ganz zu schweigen von dem Leid, das es verursacht.
Daher halten wir diesen Vorschlag für gut.
Aber wir möchten ihn erweitern.
Eine der Hauptursachen für Übergewicht und Diabetes ist die Fleisch-Ernährung. Daher fordern wir neben der Fettsteuer eine Genusssteuer auf alle Fleischprodukte, eine Anpassung der Krankenkassenbeiträge für Fleischesser, und einen Bonus für Vegetarier.