Newsletter April 2007
Unser Gesundheitstipp:
UV-Strahlung bleicht die Haare aus, macht sie strähnig und brüchig.
Setzen Sie Ihre Haare nicht zu lange der Sonne aus und gönnen Sie ihnen nach einem Aufenthalt im Freien eine Extra-Portion Pflege, z.B. mit Aloe Repair-Creme von Apostel Kräuter: Massieren Sie in das feuchte Haare ein wenig Aloe Repair-Creme. Lassen Sie die Packung ca. 15 Minuten einwirken und spülen Sie anschließend die Haare, eventuell mit ein wenig sehr mildem Shampoo. Dann auskämmen, fertig.
Langeweile im Job: Das Bore-out-Syndrom
Der Stern berichtet am 8.4.2007 über ein
Phänomen, von dem sehr viele Menschen betroffen sind: Das Bore-out-Syndrom.
Alle reden zwar von Stress und Burn-out, dabei sind viele Menschen in ihrem
Beruf gelangweilt und unterfordert. Sie arbeiten nicht, sondern tun nur so,
als ob. Ein Verhalten, das sich genauso verheerend auswirkt wie das
klassische Ausgebranntsein.
Es gibt viele Menschen, die unterfordert sind, die sich langweilen und
stundenlang nichts tun. Weil das sozial nicht anerkannt ist, verstecken sie
ihr Nichtstun mit großem Aufwand. Man gibt sich unheimlich geschäftig,
kommt früh ins Büro und geht spät, nimmt abends den Aktenkoffer mit, ohne
ihn jemals zu öffnen. Man simuliert Engagement.
Bore-out ist ein Phänomen der Dienstleistungsgesellschaft. Laut Umfragen
identifizieren sich 87 % der Arbeitnehmer in dieser Branche nicht oder nur
wenig mit ihrem Unternehmen. 69 % machen lediglich Dienst nach Vorschrift.
Es gibt einige erfolgreiche Strategien, mit denen man „gestresst sein“
vortäuschen kann. Effektiv ist z.B. die Komprimierungsstrategie: Man klotzt
zu Beginn eines Projektes richtig ran und ist schnell fertig. Das verrät
man aber nicht, sondern liefert das Ergebnis erst kurz vor dem
Abgabetermin. Eine ebenfalls populäre Methode, Arbeit vorzutäuschen, ist
die „strategische Verhinderung“: Man ruft seinen Kollegen, den man für die
Erledigung einer Aufgabe braucht, wenn er mit Sicherheit in einem Meeting
sitzt.
In seinem Buch „Diagnose Bore-out – Warum Unterforderung im Job krank
macht“ schreiben die Autoren Phillippe Rothlin und Peter Werder folgendes:„Dahinter steckt die Mär vom süßen Nichtstun, die Illusion, es sei toll, im
Büro freie Zeit zu haben. Dies ist es aber nicht. Die Betroffenen fühlen
sich sehr schnell schlecht. Sie sind gereizt und abends müde, obwohl sie
nicht gearbeitet haben.“
Unser Kommentar:
Die zentralen Aussagen in diesem
Stern-Bericht und in dem Buch „Diagnose Bore-out“ sind unserer Ansicht
nach, dass sich 87 % der Arbeitnehmer nicht mit ihrem Betrieb
identifizieren und 69 % nur Dienst nach Vorschrift machen, sowie die „Mär
vom süßen Nichtstun“. Die Arbeit hat häufig keinen Wert mehr an sich, wie
dies in früherer Zeit noch meist der Fall war. Damals war die Arbeit
lebensnotwendig, man musste sich mit ihr identifizieren, immer besser
werden, um zu überleben. Der ganze Tagesablauf gestaltete sich
weitestgehend um die tägliche Arbeit. Heute gilt die Arbeit oft als
notwendiges Übel, um sich die Mittel zu verschaffen, um dann in der
Freizeit „leben zu können“.
Dabei wird übersehen, dass die Arbeit ein zentraler Aspekt unseres Lebens
ist. In der Arbeit entwickeln sich unsere Talente. In der Arbeit werden wir
kreativ und für unsere Umwelt wertvoll. Durch die Arbeit können wir unserem
Leben einen Wert geben. Wir bilden im Wesentlichen in der Arbeit und im
Umgang mit unseren Mitarbeitern, mit den Kunden, mit den Patienten unseren
Charakter aus. Nicht umsonst heißt ein kosmisches Gesetz: „Bete und
arbeite“. Das heißt z.B. auch, „lass die Arbeit zum Gebet werden“, indem
man voll konzentriert bei der Arbeit ist und seine ganze Aufmerksamkeit,
Kraft und Kreativität in die Arbeit einfließen lässt, die man gerade tut.
Einerlei, was es ist. So entwickeln sich unsere Talente, indem wir selbst
jeder Arbeit ihren Wert geben. Auf diese Weise werden wir auch in unserem
Leben Stück für Stück vorankommen, zufriedener, glücklicher und erfüllter
werden. Durch unser eigenes Engagement, unsere Aufmerksamkeit, unsere
Kreativität – gleich an welchen Platz wir gestellt sind – wird unser Leben
wertvoll. Und wir selbst.