Newsletter April 2007

ADS / ADHS – Das Hyperaktivitäts-Syndrom
Ist die Zukunft unserer Gesellschaft gefährdet?

ADS (attention deficit syndrome) und ADHS (attention deficit and hyperactivity syndrome) bezeichnen ein bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen vorkommendes Syndrom, welches gekennzeichnet ist durch eine, trotz normaler, manchmal überdurchschnittlicher Intelligenz, vorliegende mangelhafte Konzentrationsfähigkeit und Ablenkbarkeit (ADS). Diese ist in einigen Fällen kombiniert mit einer motorischen Hyperaktivität (ADHS), also einem übermäßigen Bewegungsdrang.

Die Anzahl der Kinder und Jugendlichen, bei denen die Diagnose ADS/ADHS gestellt wird, hat in den letzten Jahren in Europa dramatisch zugenommen. Nur wenige Jahre zuvor konnte man die gleiche Entwicklung in den USA beobachten. Dort wird die Diagnose ADS/ADHS nach durchschnittlich nur 20-minütiger-Abklärung gestellt und anschließend in der Regel Ritalin verordnet, oft über Jahre hinweg. In Deutschland verzeichnet die Arzneimittelstatistik in den Jahren 1995 bis heute eine mehr als Vervierzigfachung der verschriebenen Dosen von Ritalin. Heute wird bei jedem 20. Schulkind die Diagnose ADS gestellt und es wird dann in der Regel Ritalin verordnet.
Ritalin ist der Markenname für die Substanz Methylphenidat, welche zur Klasse der Amphetamine gehört. Amphetamine sind Aufputsch- und Dopingmittel.

ADS und ADHS sind aber, wie der Name sagt, Syndrome, das heißt Komplexe von Symptomen, und nicht eindeutig definierte Krankheitsbilder. Das heißt, dass den Syndromen ADS und ADHS sehr unterschiedliche Ursachen zugrunde liegen können. Dies macht beim einzelnen Patienten, im Interesse einer zielgerichteten Therapie, eine individuelle Abklärung notwendig.

Folgende Fakten sind bekannt und durch Studien eindeutig belegt:

  • Placebos haben eine 20- bis 30%-ige positive Wirkung auf den Verlauf einer ADS/ADHS-Symptomatik.
  • Es gibt keine sicher nachgewiesenen Veränderungen im Hirnstoffwechsel oder der Hirnstruktur, welche das Bild der ADS eindeutig erklären würden, obwohl gerade dies als Argument für die Behandlung z.B. mit Ritalin herangezogen wird.
  • Psychotherapeutische Behandlung ist statistisch gleich wirksam wie die mit Medikamenten, meist Ritalin.
  • Begleitende Erziehungsberatung der Eltern verbessert den Verlauf.
  • Fehlernährung und Mikronährstoffdefizite sind bei ADS-Kindern in verschiedenen Studien nachgewiesen worden.
  • Schwermetalle führen bei Kindern zu schwerwiegenden Veränderungen der Hirnfunktion und erhöhen das Risiko für ADS/ADHS.
  • Häufiges Fernsehen, Computerspiele usw. verschlechtern die Hirnleistungsfähigkeit und psychische Befindlichkeit bei Kindern und Jugendlichen.

Aus unserer Erfahrung spielen auch Nahrungsmittelunverträglichkeiten, sowie mangelnde Bewegung eine wichtige Rolle.

Diese Vielzahl von möglichen Ursachen ist der Grund dafür, dass statistisch gesehen eine beträchtliche Anzahl von Patienten mit diesen Syndromen überhaupt nicht auf die Behandlung mit Ritalin, Psychotherapie oder Elternberatung reagiert.

Dies bedeutet, dass Kinder und Jugendliche mit dem Verdacht auf ein ADS/ADHS-Syndrom einer umfassenderen Abklärung bedürfen, wenn die Therapie gezielt und wirksam sein soll.
Viele Lobbyisten stufen die Gabe von Ritalin als harmlos ein. Eine jahrelange Gabe von Ritalin, also einem Aufputsch- und Dopingmittel, hat natürlich negative Auswirkungen auf die Kinder und Jugendlichen, deren Gehirn und Bewusstsein sich ja noch in einer entscheidenden Entwicklungsphase befindet. Daher lehnen auch kinder- und jugendpsychiatrische und -psychotherapeutische Fachverbände mit gutem Grund eine alleinige Therapie des ADS/ADHS-Syndroms mit Ritalin ab.

All diese Erfahrungen und Erkenntnisse fließen in das ganzheitliche und vielleicht einmalige Konzept der HG Naturklinik Michelrieth in der Diagnose und Behandlung von ADS/ADHS ein.

Einige Studien und Aussagen zum Thema Schwermetalle und ADS/ADHS:

Blei und Quecksilber sind ein Risiko für ADS/ADHS

Das Risiko für ADS/ADHS steigt mit der gemessenen Bleikonzentration im Blut. (Environmental Health Perspectives, Dezember 2006)
Neuropediatrics, August 2006): Zusammenfassung: Hohe Blutkonzentrationen von Quecksilber sind mit ADHS assoziiert. Sie haben ein rund 10fach erhöhtes Risiko gegenüber Kindern mit niedrigem Quecksilber.
Welt-online vom 23.04.2007: Zitat Professor Heyo Eckel, Vorsitzender des Ausschusses „Gesundheit und Umwelt“ der Bundesärztekammer: „Belasteter Seefisch ist die größte Quecksilberquelle“.
Professor Philippe Grandjean von der Harvard University vermutet einen Zusammenhang zwischen der Quecksilberbelastung des Menschen und einem schleichenden Intelligenzverlust unserer Gesellschaft.

Sind Sie in Ihrer Familie von ADS/ADHS betroffen? Haben Sie den Verdacht, es könne eine Hyperaktivität bei Ihrem Kind vorliegen?

Dann vereinbaren Sie einen Termin mit unserem Kinder- und Jugendpsychiater Herrn Dr. med. Peter Thurneysen, der Ihnen wertvolle Hilfen auf der Basis unseres ganzheitlichen Konzeptes geben kann.
Terminvereinbarung unter Telefon 09394 / 801-250 oder per E-Mail: ambulanz@naturklinik.com

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