Newsletter Juni 2007
Unser Gesundheitstipp:
Karottensuppe gegen Durchfall
Gerade in den Sommermonaten kommt es immer mal wieder zu Durchfällen. Hier hilft eine Karottensuppe:
In einem Liter Wasser, dem Sie etwas Salz oder Lebe Gesund-Streuwürze zugesetzt haben, kochen Sie ca. 250g klein geschnittene Karotten etwa 15 Minuten lang. Dann durch ein Sieb pürieren. Dieser Suppe geben Sie noch 1 Essl. Traubenzucker oder 1 Essl. Honig bei. In mehreren kleinen Portionen über den Tag verteilt essen und gegebenenfalls etwas trockenen Zwieback dazu verzehren.
Kennen auch Sie einen Tipp aus der Hausapotheke? Schreiben Sie uns. Vielleicht kann er vielen Menschen nützlich sein und helfen.
„Selbstsüchtiges Gehirn als Ursache von Übergewicht“
Unter diesem Titel erschien in der neuesten Ausgabe der Deutschen Medizinischen Wochenschrift ein Fachartikel von Professor Achim Peters von der Universitätsklinik Lübeck. Nach seiner Überzeugung entsteht Übergewicht im Gehirn, wobei er die „Selbstsüchtigkeit des Gehirns“ als Ursache für falsches Essverhalten bezeichnet: Das Gehirn beansprucht – bei einem Anteil von nur 2% am Körpergewicht – 40% des gesamten Zuckers, den der Mensch mit der Nahrung aufnimmt. Das Gehirn kann auch den Blutzucker auf Kosten anderer Organe für sich zuteilen. Dies geschieht durch die Ausschüttung von Stresshormonen, welche die Freisetzung von Insulin drosseln. Ohne Insulin können die meisten Körperzellen keinen Zucker aus dem Blut aufnehmen. Die einzige Ausnahme ist das Gehirn. Nervenzellen verfügen über einen insulin-unabhängigen Aufnahmemechanismus für Glukose. Sie können den kostbaren Energieträger Zucker jederzeit in die Gehirnzelle verfrachten.
Reicht auch diese Umverteilung nicht aus, setzt das „selbstsüchtige Gehirn“ Hungerhormone frei, die den Menschen zur Nahrungsaufnahme drängen. Zum Übergewicht kommt es laut Professor Peters dann, wenn dieser Umverteilungsmechanismus gestört ist. Dann sucht das Gehirn nach neuen Quellen und steigert die Nahrungsaufnahme selbst dann, wenn genügend Blutzucker vorhanden ist.
Die tieferen Ursachen vermutet er in Störungen der Hirnfunktion. Sehr häufig sind es seelische Verletzungen, psychische Erkrankungen wie Depressionen oder ein Substanzmissbrauch wie z.B. Alkohol, Rauchen, zu wenig Schlaf usw., die dazu führen, dass das Gehirn die Energiereserven falsch einschätzt.
Die Therapie des Übergewichtes müsse dort ansetzen, wo das Übergewicht entsteht, nämlich im Gehirn: „Train the Brain“ – eine Umerziehung des Gehirns.
Unser Kommentar:
Dass das Gehirn die meiste Energie benötigt ist an sich nicht negativ, sondern erforderlich. Das Gehirn ist jeden Augenblick hoch aktiv – oder sollte es sein. Es verarbeitet jeden Augenblick unzählige Eindrücke und Geschehnisse. In einer Gefahrensituation kann es oft im Bruchteil einer Sekunde das Geschehen in seiner ganzen Komplexität erfassen, einen Ausweg suchen und diesen als Befehl an den Körper zur Ausführung weitergeben.
Auch die Kreativität ist eine Aktivität des Gehirns. Wenn wir die Eindrücke des Alltags aufnehmen, verarbeiten, und daraus kreativ etwas Gutes, Schönes, Wertvolles für die Mitmenschen, die Natur, die Erde und uns selbst machen, wird die Energie, welche das Gehirn benötigt, sehr effektiv eingesetzt. Es ist dann sogar wie ein Perpetuum mobile. Das Positive, das Wertvolle, welches durch uns in unsere Umgebung kommt, bewirkt wiederum Positives, welches dann wieder auf uns zurückkommt.
Ganz anders jedoch, wenn wir unser Gehirn falsch gebrauchen: Wenn wir grübeln, immer wieder Vorwürfe pflegen, in Gedanken unschöne Situationen immer und immer wieder durchspielen, uns ungerecht behandelt fühlen, immer wieder darüber nachdenken, dass uns das Schicksal so missachtet und uns eigentlich ein besseres Leben zusteht, dass wir nicht geliebt sind, nicht genug Anerkennung für unsere Leistungen erfahren und vieles weitere mehr. Das Ergebnis ist hier nie etwas Konstruktives. Unser Gehirn kommt nie zur Ruhe, ganz im Gegenteil: Je mehr wir uns z.B. ungeliebt und nicht genügend anerkannt fühlen, umso mehr suchen wir danach, und verlieren häufig sogar den Blick dafür, was unser Tag für uns Positives bereit hält. Suche nach Liebe oder Suche nach Anerkennung ist gleichbedeutend mit der Suche nach Energie.
Genau das spiegelt uns unser Gehirn. Es sucht nach immer neuen Energiequellen, obwohl genügend Glukose vorhanden ist. Und der Körper nimmt dann logischerweise an Gewicht zu, da ja auch ohne das zusätzliche Essen genügend Zucker vorhanden wäre. Der Mensch in unserem obigen Beispiel sucht nach immer mehr Liebe und Anerkennung, obwohl viel Gutes vorhanden ist, aus dem er etwas Positives machen könnte. Dies würde wiederum sein Leben verbessern.
Diese Aussagen von Professor Peters von der Universitätsklinik Lübeck bestätigen hier sehr gut, was wir in unserem „Heilfasten nach den Gesetzen der Natur“ seit nahezu 20 Jahren praktizieren.
Es ist keine Nulldiät, sondern es findet eine Schulung der Sinne statt – an einem Heilfasten-Buffet mit der Frage: Was benötigt nun mein Körper? Wie viel benötigt mein Körper? Warum verlangt er mehr, als er bräuchte? Während des Heilfastens erkennt der Heilfastende, so er möchte, auch die Lebenssituationen, die Denk- und Verhaltensmuster, welche ihn immer wieder zum Essen anregen. Diese können dann, z.B. mit dem Maßstab der Goldenen Regel der Bergpredigt: „Was du nicht willst, dass man dir tu`, das füg` auch keinem anderen zu“ und „Was du willst, dass man dir tu`, das tue du zuerst“, bearbeitet werden.
Der Heilfastende kann sich daraus ein neues Denk- und Verhaltensmuster erarbeiten, welches er dann in seinem Alltag einübt. Professor Peters drückt es aus mit dem Satz: „Train the Brain“ – eine Umerziehung des Gehirns.
Diese Veröffentlichung zeigt sehr gut, dass letztlich unsere Denk- und Verhaltensweise unseren Körper prägt. Vielleicht nicht nur beim Thema Übergewicht, sondern auch in unseren Krankheiten. Wir haben es in der Hand.
Zum Schluss noch das Zitat der Woche:
»Heute sehen wir nichts mehr vom qualvollen Leben und
Sterben des Schlachtviehs. Das geht automatisch vor sich.
Eben noch ein Tier, im nächsten Augenblick schon zerteiltes Fleisch: unsre Nahrung.
Unsre Art von Kannibalismus.«
Luise Rinser, dt. Schriftstellerin (*1911)