Newsletter Juli 2007
Unser Gesundheitstipp:
Frisch gepresster Gurkensaft – ein wunderbares Mittel
„Frisch gepresster Gurkensaft, schluckweise eingenommen, wirkt entschlackend, entgiftend und normalisiert das noch so stark versäuerte Blut. Ungesalzener Gurkensaft hat einen sehr wohltuenden Einfluss auf den Darm, die Nieren, die Lungen und die Haut“.
Soweit ein Zitat aus dem hervorragenden Kräuterbuch von Richard Wilford „Gesundheit durch Heilkräuter“.
Das gilt ganz besonders, wenn die Gurken aus Friedfertigem Landbau sind, ohne Mist und Gülle, ohne chemische Düngemittel. Dadurch sind die Gurken viel verträglicher. Das sagen uns auch immer wieder Patienten, die einen empfindlichen Magen haben.
Gurken aus Friedfertigem Landbau erhalten Sie bei Lebe Gesund!.
Kennen auch Sie einen Tipp aus der Hausapotheke? Schreiben Sie uns. Vielleicht kann er vielen Menschen nützlich sein und helfen.
„Ist Vorbeugen besser als Heilen?“
Dies ist die Überschrift eines Artikels, der sich in der neuesten Ausgabe des Deutschen Ärzteblattes sehr kritisch mit den heute aktuell angepriesenen Vorsorgemaßnahmen auseinandersetzt. Der Tenor: Vorsorge in der heutigen Form hat überhaupt keinen nachweisbaren Nutzen, was die Erkrankungs- und Todesrate bei den verschiedensten Krankheiten angeht. Einige Details der zwei wichtigsten Vorsorgemaßnahmen bezüglich Brustkrebs bei Frauen und bei Dickdarmkrebs:
Mammographie-Screening zur Früherkennung des Brustkrebses:
„Nach den aktualisierten Daten eines Cochrane-Reviews (=was ist medizinisch durch Studien ausreichend gesichert) führt das Mammographie-Screening von Frauen im Alter zwischen 50 und 69 Jahren zu einer Abnahme der Brustkrebssterblichkeit um 15%. Von 2.000 Frauen dieser Altergruppe stirbt in zehn Jahren eine Frau weniger an Brustkrebs. Gleichzeitig erhalten zehn dieser 2.000 Frauen eine Brustkrebsdiagnose und -behandlung (=Operation, Chemotherapie und/oder Bestrahlung), die sie ohne Screening nicht erhalten hätten. (Überdiagnosen und Übertherapien). Die Gesamtkrebssterblichkeit bleibt gleich.
Für das qualitätsgesicherte nationale Mammographie-Screening werden von der Kassenärztlichen Bundesvereinigung zusätzlich 400 Millionen Euro veranschlagt.“
(DÄB S. 1529)
Coloskopie zur Früherkennung des Dickdarmkrebses:
„Noch zweifelhafter sind die Daten zum Screening auf Darmkrebs mittels der Coloskopie (Darmspiegelung). ... Auch hier blieb die Gesamtsterblichkeit unverändert.“ (DÄB S.1530) Dabei sollte man wissen, dass 80% der Untersuchten schmerzstillende oder beruhigende Medikamente erhalten, die z.B. zu Autounfällen, Knochenbrüchen und Stürzen nach dem Eingriff führen können. Außerdem kann die massive Darmreinigung und der Nahrungsverzicht bei bestimmten Personen zu Komplikationen führen.
Prof. Dr. med. Ingrid Mühlhauser, Universität Hamburg, Verfasserin dieses Fachartikels, kommt zu dem Schluss:
„Nichtteilnahme (an Vorsorgemaßnahmen) muss sanktionsfrei möglich sein. Vor der Propagierung solcher Maßnahmen muss daher der Nachweis eines positiven Nutzen-Schaden-Verhältnisses zweifelsfrei belegt sein. Nur für wenige der empfohlenen und praktizierten Maßnahmen liegen valide (gesicherte) Daten zu Nutzen und Schaden vor. Selbst für wirksame Interventionen ist der Nutzen gering, und der mögliche Schaden für das Individuum fast immer größer als der Nutzen.“
Unser Kommentar:
„Vorbeugen ist besser als Heilen“. So ist auch der Titel einer Broschüre, welche Ärzte der HG Naturklinik Michelrieth vor einiger Zeit geschrieben haben. Und zu dieser Aussage stehen wir nach wie vor uneingeschränkt.
Wie ist das trotz dieser vernichtenden Beurteilung der empfohlenen Vorsorgemaßnahmen zu erklären? Weil unserer Ansicht nach diese Vorsorgemaßnahmen keine wirkliche Vorsorge darstellen, sondern im besten Fall eine Späterkennung.
Auch ist bei den obengenannten Zahlen nicht berücksichtigt, welches Leid, welche Not, welche gesundheitlichen Folgen auf die Menschen zukommen, welche aufgrund eines falsch positiven Ergebnisses mit Operation, Chemotherapie und Bestrahlung behandelt werden.
Ein Krebs z.B. entwickelt sich nicht schlagartig. Es gibt zwar häufig ein auslösendes Moment für den Krebs, aber das Milieu im Körper ist oft schon lange vorher verändert. Somit ist eine Forderung an eine wirksame Vorsorge das rechtzeitige Erkennen eines Körpermilieus, welches sich in Richtung Krebs entwickeln könnte.
Dieses Körpermilieu wird durch unterschiedlichste Faktoren beeinflusst. Dazu gehören die Ernährung, die Lebensweise, Umweltbelastungen, Stress in allen Varianten, Konflikte mit den Mitmenschen, um nur die wichtigsten zu nennen.
Wenn es mittlerweile unzählige Studien gibt, welche z.B. den positiven Einfluss der Versöhnung mit unseren Mitmenschen auf den Verlauf einer Krebserkrankung aufzeigen, oder wenn man weiß, dass Fleischkonsum Dickdarmkrebs auslösen kann, müssen diese Aspekte naturgemäß auch zur Entstehung dieser Erkrankungen beitragen. Also müssen auch diese Aspekte zu einer echten Vorsorge unbedingt dazu gehören.
Somit gehören folgende Faktoren zu einer echten Vorsorge unabdingbar dazu:
- Ernährungsgewohnheiten
- Lebensgewohnheiten
- Stressfaktoren
- Intrapersonale Konflikte wie z.B. Sinn und Motivation im eigenen Leben
- Mögliche Umweltbelastungen
- Konflikte mit unseren Mitmenschen
- Umgang mit der Natur
um nur einige zu nennen.
Dies kombiniert mit Früherkennungsmaßnahmen wie z.B. veränderte Befindlichkeit des Menschen, Früherkennungsuntersuchungen wie z.B. Blutausstrichtest- und Dunkelfeld-Untersuchung, HRV-Test zur Erfassung des Zustandes unseres Nervensystems, ESG-Messung als Hilfe zur Beurteilung des Zwischenzellraumes, der von den üblichen Verfahren gar nicht erfasst wird, und Bestimmung der Mikronährstoffe bietet die Chance einer wirklichen und umfassenden Früherkennung. Hier ist dann durch gezielte Behandlungen und eine Veränderung der Ernährungs- und Lebensweise eine echte Vorsorge möglich.
Dies haben wir schon vielfach im Laufe der Jahre erfahren. ES erfordert aber einerseits vom Arzt viel Erfahrung und die Fähigkeit, die verschiedensten Informationen und Untersuchungsergebnisse zusammenzufassen und zu beurteilen, andererseits auch vom Patienten die Bereitschaft, in seinem Leben etwas zu verändern. Beides ist nicht so häufig gegeben. Lieber werden mit Millionen- und Milliardenaufwand Maßnahmen ergriffen, welche letztlich eine solche aktive Lebens- Mit-Gestaltung scheinbar nicht erfordern.
Aber hierin liegt ja auch eine riesige Chance. Wir selbst haben es mit in der Hand, ob bei uns z.B. ein Krebs ausbricht, und wie gegebenenfalls der Verlauf ist. Wenn wir erst einmal in die Mühle von Angst, Verzweiflung, Therapien u.s.w. gelangt sind, ist es um vieles schwerer.
Daher haben wir unsere ganzheitlichen Check-Ups entwickelt, zu denen Patienten aus aller Welt kommen. Denn es gilt immer noch: „Vorbeugen ist besser als Heilen“.
Zum Schluss noch das Zitat der Woche:
»Fleisch macht das Essen nicht schlechter, aber den Esser.«
Karlheinz Deschner, Dr. phil., Historiker, Literaturwissenschaftler,
Philosoph
und mehrfach preisgekrönter Autor (* 1924)