Newsletter Juli 2007

Unser Gesundheitstipp:

Frisch gepresster Gurkensaft – ein wunderbares Mittel

Vermischen Sie zwei Essl. Gurkensaft mit etwas Joghurt und Weizenstärke zu einer Creme. Tragen Sie diese großzügig auf Ihr Gesicht auf und lassen Sie diese ca. 30 Minuten einwirken. Dann kurz abwaschen und die Haut mit Aloe-Repair-Creme eincremen.
Gurken aus Friedfertigem Landbau erhalten Sie bei Lebe Gesund!.

Übrigens: Kennen Sie den?
„Findest Du nicht, dass die Gurkenmaske mir zu einem viel schöneren Aussehen verholfen hat?“ – „Gewiss Schatz, ich frage mich nur, warum Du sie wieder abgenommen hast.“

Kennen auch Sie einen Tipp aus der Hausapotheke? Schreiben Sie uns. Vielleicht kann er vielen Menschen nützlich sein und helfen.

Doping – nur im Leistungssport?

In Welt-Online vom 13. Juni 2007 und im Deutschen Ärzteblatt vom 6. Juli 2007 ist zu lesen, dass mindestens 200.000 Hobby-Athleten in Deutschland zu Dopingmitteln greifen. Die Dunkelziffer ist hoch.

„Viele Jugendliche und junge Erwachsene haben keine sportlichen Ambitionen, sondern möchten einfach über ihren Körper besser akzeptiert und in Gruppen integriert sein.“ sagte Jörg Börjesson, ein ehemaliger Bodybuilder, auf einer Fortbildungsveranstaltung der Ärztekammer Nordrhein zum Thema Doping. Der Kölner Psychotherapeut Werner Hübner sprach vom „Wunsch nach Selbstoptimierung vor sich und im Spiegel der Anderen“. Der Körper würde Retter und Projektionsfläche, um vermeintliche Defizite auszugleichen und eine psychische Balance wieder herzustellen.

Schon bei Jugendlichen ist Doping sehr ausgeprägt: Bei einer Befragung von 392 männlichen Jugendlichen mit einem Durchschnittsalter von 17 Jahren gaben 7% an, sie hätten schon Anabolika verwendet. Die Freundinnen der Nutzer von Dopingmitteln unterstützen die jungen Männer, z.B. bei der intramuskulären Injektion von Anabolika.

Untersuchungen bei Besuchern von Fitness-Centern haben ergeben, dass bis zu 20% Dopingmittel einnehmen. Der Hausarzt ist dabei bis zu 50% an der Beschaffung dieser Mittel beteiligt.

Die Einnahme von Anabolika birgt erhebliche Risiken: Bodybuilder-Akne, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, massives Nasenbluten, psychische Störungen, Abnahme des Hodenvolumens, Vergrößerung der männlichen Brustdrüsen, Unfruchtbarkeit.

Unser Kommentar:

„Viele Jugendliche und junge Erwachsene haben keine sportlichen Ambitionen, sondern möchten einfach über ihren Körper besser akzeptiert und in Gruppen integriert sein.“

Akzeptiert zu werden, integriert zu sein, ist einer der größten Wünsche der meisten Menschen. Was tut man nicht alles, um akzeptiert und integriert zu sein, gerade als Jugendlicher, der sich erst finden und definieren muss. Man setzt dafür sogar seine Gesundheit aufs Spiel. Die Männer möchten akzeptiert und bewundert werden von den Frauen. Die Frauen/Freundinnen unterstützen das, vielleicht weil sie durch die scheinbare Stärke und Akzeptanz des Mannes/Freundes auch selbst Anerkennung erfahren. Kennen wir das nicht alle? Ist das nicht ein uraltes Muster, jahrtausendelang immer wieder dasselbe. Das Bühnenbild ändert sich. Die Schauspieler und der Inhalt des Drehbuches sind immer gleich.

Doch warum brauchen wir die Akzeptanz und die Bewunderung von Anderen? Weil wir selbst zu wenig Selbstbewusstsein haben. Selbstbewusstsein heißt, wir sind uns unserer selbst bewusst. Ich kenne mich. Wir kennen unsere Stärken und unsere Schwächen – und stehen dazu. Und das Selbstbewusstsein bleibt, wenn wir einerseits unsere Stärken ausbauen und diese für unsere Mitmenschen, für unsere Umgebung, an unserem Arbeitsplatz konstruktiv einsetzen, und andererseits unsere Schwächen nach und nach in Stärken wandeln. Eine Schwäche wird zur Stärke, wenn wir die uns fehlenden Aspekte erarbeiten, z.B. fachliche Fähigkeiten erwerben, wo wir Defizite erkennen. Eine perfekte „Selbstoptimierung für sich und im Spiegel der Anderen“ – ohne gesundheitliche Risiken.

Das macht in gutem Sinne selbstbewusst. Brauchen wir dann noch Bewunderung für etwas, was wir ohnehin nicht haben? Wir werden mehr und mehr ein wertvoller Mensch, der in der Lage ist, für seine Umgebung Gutes zu tun.

Der Wunsch nach Akzeptanz wird zur Nebensache, wenn wir uns selbst akzeptiert haben und das Beste aus unseren Anlagen machen, unsere Talente mehren. Der Wunsch nach Integration vergeht, da wir unsere Umgebung bei uns selbst integrieren, indem wir uns bemühen, für unsere Mitmenschen da zu sein. Dann sind wir nicht mehr allein.

Zufriedenheit, Akzeptanz und Miteinander, Gesundheit und Glück, statt Doping und Selbstzerstörung. Ist das nicht ein schönes Ziel? Nicht nur für Jugendliche, sondern für jeden von uns?

Zum Schluss noch das Zitat der Woche:

»Irrtümer haben ihren Reiz, jedoch nur hier und da.
Nicht jeder, der nach Indien fährt, entdeckt Amerika.«

Erich Kästner, Schriftsteller

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