Newsletter August 2007

Unser Gesundheitstipp:

Zwiebel schneiden ohne Tränen

Wenn Sie Zwiebeln schneiden, nehmen Sie einen Schluck Wasser in den Mund und behalten ihn während des Schneidens im Mund. Das verringert deutlich die Tränenbildung.

Kennen auch Sie einen Tipp aus der Hausapotheke? Schreiben Sie uns. Vielleicht kann er vielen Menschen nützlich sein und helfen.

Diesmal zwei interessante Studien zum Thema, wie sehr psychologische Faktoren unsere Beurteilung des Geschmacks unserer Ernährung bestimmen.

1. Das Rotwein-Etikett bestimmt das Essen

Bei 41 Versuchspersonen wurde ein erstklassiges französisches Menü serviert. Bei der einen Hälfte der Versuchspersonen wurde eine Flasche billigen Rotweins auf den Tisch gestellt mit dem Etikett eines renommierten kalifornischen Weinguts. Die andere Hälfte der Personen erhielt den gleichen Rotwein mit dem Etikett eines mittelmäßigen Weinguts aus North Carolina.
In der Gruppe mit dem angeblich kalifornischen Spitzenwein wurde sowohl der Wein wie auch das Essen wesentlich besser eingeschätzt als in der anderen Gruppe. Außerdem aßen die Versuchsteilnehmer der „kalifornischen Gruppe“ 11% mehr. Sie waren auch eher bereit, für die Zukunft Vorreservierungen zum Essen zu buchen.
Diese Studie wurde in der Fachzeitschrift „Physiology and Behavior“ publiziert und zeigt, dass das Wein-Label offensichtlich wichtiger ist als der Geschmack.

2. Werbung ist wichtiger als der Geschmack

Bereits bei 3- bis 5-Jährigen spielt die Verpackung von Fast Food eine entscheidende Rolle. 63 Vorschülern im Alter von 3 bis 5 Jahren wurden jeweils zwei identische Menüs vorgesetzt. Ein Teil hatte eine McDonalds-, der andere eine neutrale Verpackung. 76% der Kinder fanden die Nahrungsmittel, z.B. Pommes Frites in der „Original McDonalds“-Verpackung besser. Insgesamt bevorzugten nur 10% das anonyme Produkt. Selbst Möhrenstücke, welche nicht so beliebt als Essen waren, wurden in der „McDonalds-Verpackung“ als attraktiver und besser schmeckend empfunden.
Diese Studie wurde von der John Hopkins Bloomberg School of Health durchgeführt. Der Studienleiter kommentierte das Ergebnis der Studie auch dahin gehend, dass eine bekannte Marke durch eine gezielte Werbung wesentlich zu einer gesunden Ernährung der Kinder beitragen könne.

Unser Kommentar:

Es ist doch erschreckend, wie wenig wir eigentlich noch ein natürliches Gespür für das haben, was unserem Körper gut tut oder nicht. Wir sind so sehr abhängig von äußeren Einflüssen, von Assoziationen, vom Spiel der Werbung mit unseren Emotionen.
Dies ist jedoch nur dadurch möglich, dass wir Menschen uns oftmals selbst nicht kennen, unsere Wünsche und Sehnsüchte, und dass wir meist nicht wissen, wie wir das Beste aus unserem Leben machen können, um zufrieden zu werden. Denn die Werbung spielt ja nur mit unseren unerfüllten Wünschen und Sehnsüchten.
So wäre es wichtig, wieder einen Bezug zu unserem Körper zu bekommen, zu dem, was er uns signalisiert, das heißt, unsere Sinne zu schulen und uns kennen zu lernen. Hierzu ist das „Heilfasten nach den Gesetzen der Natur“ in der HG Naturklinik Michelrieth optimal geeignet. Hier lernen wir, auf das zu hören und zu verstehen, was unser Körper uns signalisiert, was er benötigt. Und das in einem wunderschönen Ambiente, mit einem Nahrungsmittelangebot für richtige Feinschmecker, und solche, die es werden wollen.
Hier lernen wir auch, welche Aspekte in unserem Leben uns immer wieder ablenken, uns zu diesem oder jenem Nahrungsmittel greifen lassen, und wie wir hierin z.B. durch die Anwendung der Goldenen Regel „Was Du nicht willst, dass man Dir tu`, das füg` auch keinem anderen zu“ unabhängiger und somit auch zufriedener werden. Oder zufriedener und dadurch unabhängiger von Werbung und anderen Einflüsterungen. Eines bedingt das Andere.
Probieren Sie es aus! „Heilfasten nach den Gesetzen der Natur“ – für Feinschmecker, und die es werden wollen. Für ein zufriedeneres und erfüllteres Leben.

Übrigens, wussten Sie schon? – zum Ersten:

Anti-Aging treibt die seltsamsten Blüten: In Italien hat man jetzt eine „Anti-Falten-Pizza“ kreiert, die aus acht Sorten Gemüse und einem Teig aus Vollkornmehl besteht. Diese Pizza soll durch ihre Zusammensetzung der Hautalterung vorbeugen.
Einerseits zeigt diese Kreation, dass vegetarische Ernährung guter Zusammensetzung eine gute Anti-Aging-Wirkung hat. Andererseits zeigt es auch, welche Anstrengungen man für die Illusion der „ewigen Jugend“ unternimmt.
Oder sollten wir diese Pizza als „Gesundheits-Tipp“ der Woche bezeichnen?

Übrigens, wussten Sie schon? – zum Zweiten:

Zunehmend werden Wildtiere in Städten beobachtet. So z.B. Wildschweine, Füchse, Waschbären, Graugänse usw. In ihren eigentlichen Lebensräumen sind sie scheu und ängstlich, in den Städten nicht. Warum?
„Wieso verschlägt es Rotfüchse, Wildschweine, aber auch viele Vögel zunehmend in Städte? Weil sie intelligent sind. ... Das lässt sie erkennen, dass ihnen in dicht besiedelten Gebieten weniger Gefahr droht, als auf dem Land. In Städten wird nicht gejagt, sagt Hilmar Freiherr von Münchhausen, Geschäftsführer der Deutschen Wildtierstiftung in Hamburg.“ (Welt-Online, 10.08.2007)

Zum Schluss noch das Zitat der Woche:

»Wer gegen arme, hilflose Mitgeschöpfe, die unter ihm stehen, erbarmungslos gewesen ist, hat kein Recht, wenn er in hilflose Lage kommt, zu einem höher stehenden Wesen zu beten: Herr, erbarme dich meiner!«

Bertha von Suttner, österr. Pazifistin; Friedensnobelpreis 1905 (1843-1914)

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