Newsletter September 2007
Unser Gesundheitstipp:
Nelkenöl gegen Fußpilz
Frau A.T. aus S. empfiehlt bei Fußpilz mit offener Haut, die Stellen mit Nelkenöl mehrmals täglich einzureiben. Dadurch würde der Juckreiz verschwinden und die Heilung der Haut schneller erfolgen.
Danke für diesen Tipp.
Kennen auch Sie einen Tipp aus der Hausapotheke? Schreiben Sie uns. Vielleicht kann er vielen Menschen nützlich sein und helfen.
Der Mensch, das einzig intelligente Wesen?
Vor wenigen Tagen ist ein neues Sachbuch von Gerhard Roth erschienen. Professor Roth ist Direktor des Institutes für Hirnforschung der Universität Bremen und gilt als einer der bedeutendsten Hirnforscher in Deutschland.
Das Buch heißt: „Persönlichkeit, Entscheidung und Verhalten“, erschienen im Klett-Cotta-Verlag.
Im Kapitel 2 wird der Aufbau des menschlichen Gehirns beschrieben. Auf S. 33/34 lesen wir:
„Das menschliche Gehirn – so heißt es häufig – sei das komplizierteste System im Universum. Diese Behauptung ist allerdings nicht nachprüfbar, denn niemand kennt das Universum und was seine Tiefen alles verbergen. Außerdem ist es noch nicht einmal klar, ob sie für die irdischen Verhältnisse zutrifft. Wir Menschen neigen dazu, uns als Krone der Schöpfung und gegenüber dem Rest der Natur als etwas Besonderes zu fühlen. Das soll natürlich einerseits unser Selbstwertgefühl steigern. Tiere – so heißt es – tun das, was ihnen ihre Instinkte und Gefühle vorschreiben. D.h. sie verhalten sich „ohne Sinn und Verstand“. Natürlich können viele lernen, ... , und manchmal sind sie motorisch sehr geschickt (z.B. die Webervögel oder die Bienen), zuweilen scheinen sie auch ziemlich intelligent zu sein (z.B. Rabenvögel, Pudel oder Affen). Aber zwei Dinge fehlen ihnen angeblich vollkommen, nämlich Verstand und Vernunft, und damit Bewusstsein und Einsicht in ihr Handeln, sowie eine grammatikalisch/syntaktisch, dem Menschen zukommende Sprache. .... Die Verhaltensforschung der vergangenen zwei Jahrzehnte hat gezeigt, dass die Verhaltensleistungen und das geistige Vermögen des Menschen nicht so einzigartig sind, wie man immer gedacht hat. ... Es zeigte sich, dass zumindest manche Tiere, und zwar viele Säugetiere und zumindest einige Vögel (z.B. Rabenvögel und Papageien) Bewusstsein haben, denken können und eine Art Ich-Gefühl besitzen. Auch haben viele von ihnen eine Art Sprache, die meist Lautäußerungen und Gebärden oder Geruchssignale miteinander verbindet.“
Unser Kommentar:
Der Mensch als Krone der Schöpfung, etwas Besonderes gegenüber dem Rest der Natur, das einzige Wesen, welches mit Ich-Gefühl, Verstand und Vernunft „gesegnet“ ist – eine Haltung seit Jahrtausenden bis heute.
Und wie viel Leid, Schmerz, Qual und Verzweiflung hat diese Haltung des Menschen in die Welt gebracht? Z.B. gegenüber den Frauen, denen man keinen Verstand und keine Seele zugesprochen hat, gegenüber den dunkelhäutigen Menschen in Afrika und den Indianern, denen man ebenfalls die Seele, Verstand und Vernunft abgesprochen hat, von denen man sagte, sie hätten die gleiche Stufe wie Tiere, und man könne daher mit ihnen machen, was man wolle. Und bis heute natürlich gegenüber den Tieren. Ihnen das Bewusstsein, die Leidensfähigkeit, das Ich-Gefühl abzusprechen führt bis heute zu den größten Grausamkeiten: Tierversuche mit größten Qualen, Massentierhaltung, rechtliche Einstufung der Tiere als Sache u.v.m.
Wenn nun die Studien eindeutig zeigen, dass Tiere ein Ich-Gefühl, Verstand, Vernunft und eine Sprache haben, dann sind sie dem Menschen näher, als Viele wahrhaben wollen. Und es würde unsere Denk- und Verhaltensweisen gegenüber den Tieren nachdrücklich ändern, wenn wir diese Tatsache an uns heranlassen würden. Wir müssten uns immer die Frage stellen: Könnte, ja dürfte ich so, wie ich die Tiere behandele, einen Menschen behandeln? Dürfte ich ihn quälen, an ihm Versuche vornehmen, ihn in unsäglichen Bedingungen halten und dann zu meinem eigenen Genuss schlachten und essen?
Winken Sie nicht zu schnell ab. Ist nicht das Abwinken oder die Abwehr dieser Argumente auch begründet auf der Annahme, die Tiere hätten kein Bewusstsein?
Urteilen Sie selbst, ob man dann als ethischer und verantwortungsbewusster Mensch noch Fleisch essen kann. Fleisch von Tieren, die ein ähnliches Bewusstsein und Empfinden haben wie wir.
Vielleicht ist dies ja auch erst der Anfang. Vielleicht werden wir in der Zukunft auch erforschen können, dass alles, was existiert, Bewusstsein ist, und dass wir daher allem, was existiert, mit Achtung und Liebe begegnen sollten. So wie wir selbst behandelt werden wollen!
Das Zitat der Woche:
»Lernen ist wie Rudern gegen den Strom. Sobald man aufhört, treibt man zurück.«
Benjamin Britten (1913-1976), brit. Komponist