Newsletter September 2007
Unser Gesundheitstipp:
„Trinken Sie den Schmerz erträglich.“
Bei kleineren oder größeren Verletzungen trinken Sie gleich danach ein paar Schluck Wasser.
Wissenschaftler der Universität Melbourne fanden heraus, dass man Schmerzen stärker wahrnimmt, wenn man Durst hat.
Kennen auch Sie einen Tipp aus der Hausapotheke? Schreiben Sie uns. Vielleicht kann er vielen Menschen nützlich sein und helfen.
Heute möchten wir einige interessante Studien aufführen, die für sich selbst sprechen:
1. Hohe Quecksilberkonzentrationen bei Erwachsenen in New York
Etwa 25% der Erwachsenen in New York haben erhöhte Quecksilberwerte im Blut. Dies wurde in einer Gesundheits- und Ernährungsstudie der Stadt nachgewiesen. Diese hohe Konzentration des Schwermetalls steht eindeutig in Verbindung mit einem hohen Fischkonsum. In der Stadtbevölkerung, die sich für modern, aufgeschlossen und gesundheitsbewusst hält, sei Fischessen „in“. Quecksilber schädigt das Nervensystem, das Herz-Kreislauf-System, das Immunsystem, Drüsen und Nieren.
2. Lebensmittelfarben fördern Hyperaktivität
Im Britischen Medizinjournal „The Lancet“ wurde eine Studie der Universität Southhampton veröffentlicht, in der eindeutig ein Zusammenhang zwischen Lebensmittelfarbstoffen wie E110, E104, E122 etc. und dem Auftreten von Hyperaktivitätssymptomen nachgewiesen wurde. Es solle auf jeden Fall darauf geachtet werden, dass Kinder so wenig wie möglich künstlich gefärbte Lebensmittel verzehren.
Weitere Informationen zu ADS, deren Ursachen und natürliche Behandlungsmöglichkeiten in der HG Naturklinik Michelrieth finden Sie hier.
3. Fleischkonsum begünstigt Übergewicht bei Kindern
In einer Studie der ETH Zürich wurde untersucht, welche Ernährungsfaktoren die Entstehung von Übergewicht bei Kindern hervorrufen. Es zeigte sich eindeutig, dass das Übergewicht mit der Verzehrmenge von Fleisch in Zusammenhang steht: Je mehr Fleisch die Kinder zu sich nahmen, desto höher war das Risiko für Übergewicht. Erwartungsgemäß spielte natürlich auch körperliche Inaktivität, z.B. durch langes Fernsehen, Computerspiele etc., eine wichtige Rolle.
4. Klimawandel führt zu schlechterer Getreidequalität
In der Fachzeitschrift „Nature“ wurde eine Studie von Agrarökologen veröffentlicht, welche die Qualität verschiedener Nutzpflanzen bei höheren CO2-Konzentrationen untersuchte. Derzeit liegt die CO2-Konzentration durchschnittlich bei 380 ppm. In höchstens 50 Jahren wird ein Wert bis 550 ppm erwartet. In der Studie wurden die Nutzpflanzen bei dieser Konzentration gezüchtet – mit bedenklichen Ergebnissen:
Der Eiweißgehalt verschiedener Pflanzenarten war in den Experimenten deutlich reduziert. Beim Weizen waren gerade die für die Backqualität entscheidenden Gluteneiweiße um 20% vermindert. Außerdem kam es zu einem Rückgang wichtiger Inhaltsstoffe wie Vitamin C, sowie von mineralischen Spurenelementen. Brotbacken war zum Teil nicht mehr möglich.
5. Depression schlägt nach dem Urlaub zu
„ Der Urlaub ist vorbei, jetzt wieder ein Jahr warten...“ – dieser Gedanke schlägt vielen auf die Stimmung. Der Kölner Psychologe Egon Stephan nennt dies eine Entlastungsdepression. „Ich habe lange auf etwas hin gelebt, worauf ich mich freuen konnte, wenn es mir schlecht ging. Und dann ist es vorbei.“ Er empfiehlt allen mit dem „Post-Urlaubssyndrom“ Arbeit als die beste Medizin. Man solle sich auch kleine Oasen der Erholung im Alltag schaffen, auf die man hin leben kann. Und, ganz wichtig, der Mensch sei erstaunlicherweise besonders zufrieden, wenn er nicht selbst danach giere, sich glücklich zu machen, sondern wenn er anderen eine Freude macht.
So lange man Arbeit als lästiges Übel zur Erfüllung seiner eigentlichen Wünsche im Leben ansieht, wird es immer wieder zu solchen Syndromen kommen. Eine sinnvolle Arbeit, bei der man ganz bei der Sache ist, sich engagiert, seine Fähigkeiten und Talente einsetzt und neue entfaltet, ist Erfüllung. Dann ist Urlaub oder Entspannung zwar ein wichtiger Aspekt in einem rundum erfüllenden Leben, aber kein Gegensatz zur Arbeit.
6. Selbstkontrolle sitzt über den Augen
Ein deutsch-britisches Forscherteam hat das Hirnzentrum für Selbstkontrolle entdeckt. Damit kann ein Mensch eine Tat zurückhalten, obwohl er sich zunächst impulsiv dafür entschieden hatte. Dieses Zentrum liegt anatomisch über den Augen, im sogenannten Dorsalen Frontomedian-Cortex. Der Mitautor der Studie, Marcel Brass vom Max-Planck-Institut für Kognitions- und Neurowissenschaften, sagte dazu: „Die Fähigkeit, sich auf etwas einzustellen, es dann aber doch unterlassen zu können, reflektiert intelligentes im Gegensatz zu impulsivem Verhalten."
7. Gedanken über Gott führen zu Großzügigkeit
Forscher der University of British Columbia haben untersucht, inwieweit Gedanken über Gott oder das Sich-Bewusstmachen einer höheren Macht soziale Verhaltensweisen beeinflussen. In einer Spielstudie zeigte sich, dass die Teilnehmer der Gruppe, welche sich mit religiösen Inhalten beschäftigten, sich wesentlich großzügiger verhielten und z.B. bereit waren, höhere Geldbeträge an unbekannte Fremde weiter zu geben, als die der anderen Gruppe. Der Leiter der Studie kommentierte diese dahingehend, dass nicht zwangsläufig Religiosität zwingend für ein moralisches Verhalten notwendig wäre, dass sie aber einen erheblichen Beitrag für ein ethisches und moralisches Miteinander leisten könnte.
Das Zitat der Woche:
»Wenn die Hirten sich streiten, merkt man es dem Käse an.«
Count Basie (1904-1984), Jazzpianist und Bandleader