Newsletter August 2008
Liebe Patienten und Freunde der HG Naturklinik,
dass Übergewicht viele negative Auswirkungen auf den Organismus hat, ist weithin bekannt.
Das Risiko an einer der sogenannten Zivilisationskrankheiten wie Diabetes mellitus, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, u.a.m. zu erkranken, steigt mit jedem Kilo zuviel.
Daher veröffentlichen wir heute auszugsweise einen interessanten Artikel, verfasst von Dr. med. H.-G. Kugler, Leiter des Mikronährstofflabors der HG Naturklinik Michelrieth.
Übrigens: In der HG Naturklinik finden Sie ein ganzheitliches Konzept zum erfolgreichen Abnehmen.
Rufen Sie uns an, wir beraten Sie gern!
Ihr Team der HG Naturklinik Michelrieth
Das Ernährungsproblem Nr. 1: Adipositas
Modifizierte Auszüge aus dem Journal CO`MED
Autor: Dr. med. Hans-Günter Kugler
Das gravierendste Ernährungsproblem in der heutigen Zeit ist zweifellos eine zu hohe Kalorienzufuhr, die zu einem permanenten Anstieg übergewichtiger Menschen führt. Übergewicht ist ein eigenständiger Risikofaktor für zahlreiche Zivilisationskrankheiten wie Diabetes mellitus, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Arthrosen, Tumorerkrankungen, Gicht etc. Dabei ist die Menge des viszeralen Fettes der entscheidende Risikofaktor für krankhafte Stoffwechselveränderungen, wie z.B. die Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus).
Unter dem viszeralen Fett versteht man die Fettzellen, die sich unter der Bauchmuskulatur befinden. Das viszerale Fett kann bei Männern bis zu 20 % der Gesamtkörperfettmenge ausmachen, bei Frauen sind es durchschnittlich 5 – 8 %. Verschiedene Studien haben gezeigt, dass besonders die viszerale Fettmenge mit Insulinresistenz, verminderter Glucosetoleranz, Typ-2-Diabetes und Koronarer Herzkrankheit in Zusammenhang steht.
Eine deutliche Reduzierung des viszeralen Fettdepots ist bereits bei einer Gewichtsreduktion von 5 – 10 % des Gesamtkörpergewichts möglich und nachweisbar. Auch regelmäßige körperliche Bewegung führt dazu, dass das viszerale Fettdepot in stoffwechselverträglichen Grenzen bleibt.
Erhöhte Cortisolspiegel, wie sie bei chronischem Stress typischerweise vorkommen, tragen erheblich zur Entstehung des viszeralen Fettdepots bei. Ein stressbedingter Anstieg des Cortisolspiegels hat auch einen erheblichen Einfluss auf die Nahrungsauswahl, wie Untersuchungen der Universität von Kalifornien gezeigt haben. Offensichtlich fördern erhöhte Cortisolkonzentrationen das Verlangen nach Süßem und Fettem („comfort-food“), sozusagen als Versuch, das psychische Missempfinden in Stresssituationen zu vermindern.
Daher ist die Gewichtsabnahme und hier besonders die Reduktion des viszeralen Fettes eine der wichtigsten Vorbeuge- und Behandlungsmöglichkeiten z.B. bei Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen.
Wer abnehmen möchte oder muss, kommt an der Erkenntnis nicht vorbei, dass in jedem Fall die tägliche Kalorienaufnahme geringer sein muss als der Kalorienverbrauch. Aus der Sicht der Mikronährstoffmedizin gibt es verschiedene therapeutische Ansätze, die eine Gewichtsreduktion unterstützen und negative Stoffwechseleffekte bei Übergewicht vermindern können.
Aminosäuren
Verschiedene Aminosäuren wie Arginin, Ornithin, Lysin, Glycin, Glutamin und Tryptophan stimulieren die Freisetzung von Wachstumshormon (STH) aus der Hypophyse. STH fördert den Fettabbau und die Muskelproteinsynthese. Bei Übergewichtigen sind die STH-Konzentrationen häufig vermindert, was die angestrebte Gewichtsreduktion erschwert.
Für das Sättigungsgefühl spielt das Hormon Cholecystokinin (CCK), das sowohl im Hypothalamus als auch im Dünndarm gebildet wird, eine wichtige Rolle. Phenylalanin und Tyrosin erhöhen die CCK-Freisetzung im Gehirn. Da aus Tyrosin sowohl die Schilddrüsenhormone als auch die Katecholamine gebildet werden, kann eine Tyrosin-Supplementierung auch zu einer Stoffwechselaktivierung beitragen.
Carnitin ist ein Transportmolekül für langkettige Fettsäuren in die Mitochondrien. Ohne Carnitin könnte eine Fettverbrennung nicht stattfinden. Carnitin hilft aber bei der Gewichtsreduktion nur dann, wenn sich die Abnehmewilligen gleichzeitig mehr bewegen und die Kalorienzufuhr einschränken.
Spurenelemente
Ein Magnesiumdefizit führt zu einer Insulinresistenz und fördert die Entstehung eines metabolischen Syndroms. Verschiedentlich wurde in Studien bei Übergewichtigen verminderte erythrozytäre Zinkkonzentrationen nachgewiesen. Dies korreliert sehr gut mit der „low grade inflammation“, die bei Übergewichtigen häufig vorliegt. Grundsätzlich ist bei übergewichtigen Menschen eine optimale Versorgung mit antioxidativen Mikronährstoffen anzustreben, da das Übergewicht per se ein unabhängiger Risikofaktor für Lipidperoxidation ist. Deshalb sollten auch die Selenkonzentrationen in einem hochnormalen Bereich liegen.
Vitamine
Vitamin C ist das wichtigste wasserlösliche Antioxidans und hat antiinflammatorische Eigenschaften, es wirkt also der Entzündungsneigung entgegen.
Vitamin C ist erforderlich für die endogene Carnitinsynthese sowie für die Bildung mehrerer am Fettstoffwechsel beteiligter Metabolite, z.B.TRH, Katecholamine, Serotonin. Oftmals sind bei Übergewichtigen die Homocysteinspiegel zu hoch, deshalb ist besonders auf eine ausreichende Versorgung mit Vitamin B6, B12 und Folsäure zu achten. Ein Vitamin-B-Komplex hat häufig einen günstigen Effekt auf die physische Befindlichkeit und kann deshalb beim Abnehmen eine Hilfe sein.
Den vollständigen Fachartikel von Dr. med. Hans-Günter Kugler, Leiter des Diagnostischen Centrums für Mineralanalytik und Spektroskopie im Verbund mit der HG Naturklinik Michelrieth, können Sie hier lesen.
