Newsletter Februar 2009
Vitamin D – Viel mehr als nur ein Knochenvitamin!
Nahezu monatlich erscheinen neue Studien und wissenschaftliche Erkenntnisse, die aufzeigen, dass Vitamin D für die menschliche Gesundheit eine außerordentlich große Bedeutung hat. Vitamin D ist viel mehr als nur ein Knochenvitamin. Diese Forschungsergebnisse sind so wichtig, dass große Nachrichtenmagazine wie z.B. Focus regelmäßig darüber berichten.
Meist finden Erkenntnisse der Vitaminforschung kaum Eingang in die Öffentlichkeit und in den medizinischen Alltag. Anders beim Vitamin D.
Februar 2009:
Vitamin D könnte vor Multipler Sklerose schützen.
Forscher der Oxford University konnten einen Zusammenhang zwischen dem Risiko, an Multipler Sklerose zu erkranken, und der Vitamin-D-Versorgung nachweisen. Es ist schon länger bekannt, dass in nördlichen Ländern wie z.B. Schottland die MS-Quote deutlich höher liegt als in Mittelmeerländern. Jetzt hat sich gezeigt, dass die genetische Anfälligkeit für Multiple Sklerose durch einen Vitamin-D-Mangel erheblich verstärkt wird.
Januar 2009:
Focus online berichtete über eine Studie der Peninsula Medical School. Ein Team von britischen und US-Wissenschaftlern hatte 2.000 Menschen im Alter über 65 Jahre untersucht. Dabei fanden sie heraus, dass die Senioren mit dem niedrigsten Vitamin-D-Spiegel doppelt so häufig Verständnisprobleme hatten, wie die Gruppe der Testteilnehmer mit hohen Vitamin-D-Werten. Bei einem Vitamin-D-Mangel besteht also eine höhere Wahrscheinlichkeit, an Demenz zu erkranken.
Dezember 2008:
Es erschien die Meldung, dass ein Vitamin-D-Mangel das Risiko für Herz- und Gefäßerkrankungen erhöht. Mediziner des Mid America Heart Institute in Kansas City haben aufgrund der Daten der großen Framingham Herz-Studie herausgefunden, dass Studienteilnehmer mit zu niedrigen Vitamin-D-Werten im Blut doppelt so häufig einen Herzinfarkt oder Schlaganfall erleiden als Vergleichspersonen mit normalen Werten.
November 2008:
Von Focus online wurde berichtet, dass Vitamin D auch das Risiko für Dickdarmpolypen vermindert. Eine Auswertung von 17 Vitamin-D-Studien konnte dies eindrucksvoll nachweisen. Dickdarmpolypen gelten bekanntlich als erheblicher Risikofaktor für Darmkrebs.
Oktober 2008:
In Focus online ist die Überschrift zu lesen: „Vitamin D – Knochenschutz und Alleskönner“. Vitamin D ist an fast allen zentralen Körperfunktionen beteiligt, vom Immunsystem über den Blutdruck bis hin zur Hirnaktivität. In 36 verschiedenen Körperregionen wurden Vitamin-D-Rezeptoren nachgewiesen. Fehlt dieses Vitamin, geraten zahlreiche biologische Abläufe ins Stocken. Dann lässt die Muskelkraft nach, das Risiko für Darm-, Brust- oder Prostatakrebs steigt, und natürlich leidet die Knochendichte.
Oktober 2008:
Auf aerzteblatt.de erschien unter der Überschrift „Häufiger Vitamin-D-Mangel bei Parkinson“ ein kurzer Fachartikel über die Ergebnisse einer Studie, die im Südwesten der USA durchgeführt wurde. Dabei wurde untersucht, in wie weit die Vitamin-D-Konzentration mit M.Alzheimer und M.Parkinson zusammenhängen könnte. Bei den Patienten mit M.Alzheimer hatten 41% der Studienteilnehmer Vitamin-D-Konzentrationen von unter 30 ng/ml. Bei den Patienten mit M.Parkinson 55%. Bei den gesunden Senioren hingegen waren es nur 36%.
Mitte 2008
wurde eine Studie aus den Niederlanden publiziert, in der bei 1.262 Personen zwischen
65 und 95 Jahren die Konzentration von Vitamin D und Parathormon im Blut gemessen wurde. Außerdem wurden die Studienteilnehmer auf Depressionen untersucht. Es stellte sich heraus, dass bei Personen mit schweren und leichten Depressionen die Vitamin-D-Spiegel im Blut um 14% niedriger waren als bei denjenigen, die nicht depressiv waren.
Vitamin D ist ein sehr eindrückliches Beispiel dafür, dass ein schon lange bekannter Naturstoff einen enormen Bedeutungszuwachs erlangt hat. Dies gilt z.B. auch für die sogenannten sekundären Pflanzenstoffe, welche lange Jahre als nutzloses Beiwerk angesehen wurden. Offensichtlich haben alle Aspekte der Natur eine Bedeutung, welche für das Leben wichtig sind. Auch dann, wenn wir Menschen es nicht ergründen können.
Bei sehr vielen unserer Patienten konnten wir seit langem beobachten, dass bei zahlreichen Erkrankungen ein Vitamin-D-Mangel vorliegt. Gerade in den letzten Monaten war bei den meisten Menschen ein z.T. dramatisch niedriger Wert zu messen. Sollten die Werte im Blut optimalerweise bei über 30 ng/ml liegen, lagen sie meist unter 10, oft sogar unter 5 ng/ml.
Es empfiehlt sich daher, den Vitamin-D-Spiegel im Blut bestimmen zu lassen. Da Vitamin D oft im Zusammenspiel anderer Mikronährstoffe wie Mineralien oder Aminosäuren seine optimale Wirkung entfaltet, wurden in den DCMS-Mikronährstoffprofilen sinnvolle Kombinationen erstellt, die eine optimale Ergänzung der Einzelsubstanzen im Zusammenspiel gewährleisten. Gerne beraten wir Sie bei Ihrem nächsten Aufenthalt in unserer Klinik, ambulant oder stationär.
Mit herzlichen Grüßen
Ihr Team der HG Naturklinik Michelrieth
