Gesundheit aktuell

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Unser Spezialthema heute:

Diabetes mellitus – immer mehr Menschen sind gefährdet

Der Diabetes mellitus Typ II ist weltweit auf dem Vormarsch. Als Hauptursachen gelten falsche Ernährung, Übergewicht und Adipositas (=Fettsucht).

Risikofaktor Übergewicht?

Für die Entstehung des Diabetes mellitus Typ 2 ist die Bedeutung von Übergewicht und Adipositas (=Fettsucht) unbestritten. Das zeigen auch aktuelle Studienergebnisse.

Unter Adipositas versteht man eine über das Normalmaß hinausgehende Vermehrung des Körperfettes, die in der Praxis durch den sogenannten Body-Mass-Index (als Quotient aus Gewicht und Körpergröße zum Quadrat) erfasst wird. Als Übergewicht bezeichnet man:
BMI über 25, als Adipositas: BMI über 30. Der BMI erfasst somit das Ausmaß der Übergewichts.

Studienergebnisse zu Übergewicht und Diabetes-Risiko

Aber genauso wichtig wie der BMI ist die Verteilung des Fettes. Dies zeigt die EPIC Potsdam Studie*1). Insbesondere das viszerale Fett (=Bauchfett) ist besonders stoffwechselaktiv und fördert die Entstehung von Diabetes. Das Maß hierfür ist der Taillenumfang. Ein erhöhter Taillenumfang (bei Männern über 102cm und bei Frauen über 88cm) birgt ein deutlich erhöhtes Diabetes-Risiko. Normalgewichtige Personen (BMI bis 25) mit einem großen Taillenumfang haben ein genauso großes Risiko an Diabetes zu erkranken wie übergewichtige Personen (BMI über 25, unter 30) mit einem normalen Taillenumfang.

Die Auswertung von 27 Metaanalysen und 15 Publikationen zu Kohortenstudien*2) ergab bezüglich dem Diabetes-Risiko folgendes:

Gegenüber Normalgewicht ist das Risiko an Diabetes zu erkranken:
  bis zu einem BMI unter 27,2 kg/m2 nicht erhöht
  bei einem BMI 27,2 bis 29,4 um 100% erhöht
  bei einem BMI ab 29,4 um etwa 300% erhöht

Was kann man tun?

Da die Hauptursache des Diabetes mellitus Typ II falsche Ernährung und Übergewicht sind, sollte man hier ansetzen.

Risikofaktor Fleisch

Dabei sind es vor allem die tierischen Fette, welche die Diabetes-Entstehung fördern und auch erheblich zum Übergewicht beitragen. Vegetarier nehmen seltener tierische Fette zu sich; Veganer nehmen keine tierischen Fette zu sich.
Im Durchschnitt haben Vegetarier auch seltener Übergewicht als Menschen, die Fleisch essen.

Vegetarische Ernährung beugt vor

Somit ist die vegetarische Ernährung, neben einer ausgewogenen sportlichen Betätigung eine der besten Vorsorgemaßnahmen gegen Diabetes.

Quellenangaben:
*1) EPIC Potsdam Studie – European prospective Investigation into cancer and Nutrition
Diese Studie ist Teil einer europaweiten prospektiven Studie zur Untersuchung von Zusammenhängen zwischen Ernährung, Lebensstil und dem Neuauftreten chronischer Krankheiten (1994 bis 1998 wurden 27.548 Personen im Alter von 35 bis 65 Jahren aus Potsdam und Umgebung in die Studie aufgenommen)
*2) Deutsches Ärzteblatt, Heft 40, 2. Okt. 2009

 

Fleischkonsum schadet der Gesundheit und gefährdet das Klima

Es hat sich inzwischen heraus kristallisiert, dass die Klimaerwärmung auch wesentlich mit unseren Ernährungsgewohnheiten zu tun hat. Der Fleischkonsum stellt eine wesentliche Ursache für die CO2-Erhöhung dar.

Veggiday – Bremen führt vegetarischen Wochentag ein

Laut Welt Online vom 09.09.2010 hat das Land Bremen aus diesem Grund einen vegetarischen Wochentag eingeführt. Nach dem Willen der Bremer Stadtverwaltung sollen immer am Donnerstag nur noch vegetarische Speisen auf den Tisch. Vorbild ist das belgische Gent: Dort bieten seit 2009 nicht nur öffentliche Einrichtungen, sondern mehr als 100 Restaurants an einem Tag der Woche vorwiegend vegetarisches Essen an. Bildungsveranstaltungen wie Kurse der Volkshochschule begleiten die Kampagne und sollen den Zusammenhang von Klima und Ernährung vermitteln.

Denn laut UN-Welternährungsorganisation FAO ist die konventionelle Landwirtschaft mit ihrer Massentierhaltung für knapp 20% des weltweiten Ausstoßes klimaschädlicher Gase verantwortlich. Für die Wissenschaftler des US-amerikanischen „Worldwatch Institute“ ensteht sogar die Hälfte der menschenverursachten Treibhausgase bei der Nutztierhaltung und der Verarbeitung von Tierprodukten. Also schadet Fleischkonsum nicht nur unserer eigenen Gesundheit, sondern gefährdet unsere Umwelt und zerstört damit unsere Lebensgrundlage.