Dein Blut sagt die Wahrheit
aus „Vegetarisch Genießen”, Ausgabe 2/2004
Wer sich vegetarisch ernährt, lebt gesünder – darüber berichteten wir in der vergangenen Ausgabe. Unser Körper ist unbestechlich:Auch in unserem Blut ist zu sehen, wie wir uns ernähren. Mit bestimmten Diagnoseverfahren lassen sich die Unterschiede plastisch aufzeigen.
»Blut ist ein ganz besondrer Saft«, sagt Mephistopheles zu Faust. Dies kann man durchaus wörtlich nehmen. In vielen Redewendungen kommt zum Ausdruck, wie sehr das Blut eines Menschen mit dessen Gemütsverfassung in Verbindung steht - und auf diese reagiert: »Das ließ ihr das Blut in den Adern gefrieren.« – »Das brachte sein Blut in Wallung.« – »Da hat sie ihr ganzes Herzblut hineingegeben.« – »Wie kaltblütig er das gemacht hat!«
Jeder Tropfen Blut ist beständig in Bewegung und durchwandert den gesamten Körper. Er sammelt im übertragenen Sinne in allen Körperteilen »Informationen«, weiß sozusagen »über alles Bescheid«. Ist es da ein Wunder, dass sich in einem Tropfen Blut, auch wenn er gerade aus dem Körper entnommen wurde, noch immer so manches von dem zeigen kann, was im menschlichen Organismus vor sich geht? Der »Makrokosmos« des Körpers spiegelt sich sozusagen im »Mikrokosmos« eines winzigen Tropfens wider.
Es gibt Diagnosemethoden, die sich diese Erkenntnis zunutze machen. Bestimmte
Verfahren liefern unter Umständen Hinweise auf Vorgänge im Körper,
die zu einer Krankheit führen können, wenn man sie nicht rechtzeitig
erkennt und behandelt.
Eine solche Diagnosemethode ist der so genannte »Blutausstrich-Test«.
Dabei werden einige Tropfen Blut auf eine kleine Glasplatte getupft und mit einer
zweiten Glasplatte ausgestrichen. Nach einer kurzen Trocknungszeit lässt
sich unter der Lupe bereits eine bestimmte Struktur erkennen: Es gibt Verdickungen
hier, blasse Stellen da. Unter dem Lichtmikroskop können die Strukturen
genauer betrachtet werden. Die dichteren Stellen können auf einen Stau oder
eine Verkrampfung in bestimmten Körperteilen hindeuten, blasse Felder hingegen
auf Energiemangel. Weitere gezielte Untersuchungen können dann Aufschluss
darüber bringen, was im Körper eventuell nicht in Ordnung ist. Es kann
auch z.B. etwas über den Erfolg einer bestimmten Therapie in Erfahrung gebracht
werden, wenn das Blutbild des Patienten vor und nach der Behandlung miteinander
verglichen wird.
Die Lebendigkeit des Blutes kann aber auch direkt beobachtet werden, wenn man
einige Tropfen Blut unter einem Dunkelfeld-Mikroskop betrachtet und die »Dunkelfeld-Vitalblut-Diagnostik« (so
die offizielle Bezeichnung) anwendet. Hier wird durch einen Kondensor das Licht
gebrochen und ein Dunkelfeld erzeugt. Die Teilchen der zu untersuchenden Flüssigkeit
(z.B. Blut) werden angeleuchtet; auf diese Weise entsteht ein Bild der inneren
Bewegungsvorgänge in einer Flüssigkeit. In einem Zehntausendstel Liter
befinden sich 4-5 Millionen rote und 4000 bis 9000 weiße Blutkörperchen!
Vergleicht man nun Aufnahmen solcher Dunkelfeld-Analysen von verschiedenen Personen,
so findet man sofort Unterschiede. Das liegt nicht nur daran, dass die Beobachtung
eines solchen Blutstropfens nur eine Momentaufnahme sein kann. Die Unterschiede
haben sowohl etwas mit dem allgemeinen Gesundheitszustand als auch mit der augenblicklichen
Gemütsverfassung des Menschen zu tun, dem das Blut ent-nommen wurde. Im
einen Fall sieht man kraftvoll leuchtende und locker miteinander verbundene rote
Blutkörperchen – ein Zeichen für Gesundheit; im andern Fall wirken
sie schattenhaft, was auf Licht- und Energiearmut hindeutet.
Die Blutkörperchen eines augenblicklich verkrampften Menschen wirken ebenfalls
verkrampft; sie sehen zusammengedrängt aus wie »Geldrollen«.
Zwischen den Blutkörperchen kann es auch graue Bereiche geben, die wie »Müllhalden« aussehen – ein
Hinweis auf Schlacken im Körper.
Das Faszinierende ist nun, dass sich das Blut während der Untersuchung verändern
kann – je nachdem, wie sich der Mensch verändert, dem es gerade abgenommen
wurde. Während sich z.B. ein Patient entspannt, können sich die so
genannten »Geldrollen« entwirren und ihre Verkrampfung lockern.
In der HG Naturklinik in Michelrieth bei Marktheidenfeld wird seit ca. 15 Jahren unter anderem mit diesen beiden Diagnoseverfahren gearbeitet; weit über 30.000 Tests wurden inzwischen durchgeführt. In diesem Fundus an Untersuchungs-Ergebnissen finden sich immer wieder auch Beispiele, wie die Ernährungsgewohnheiten eines Menschen sich in seinem Blut widerspiegeln: ob er sich z.B. vegetarisch ernährt oder einen hohen Fleischkonsum hat.
Das Blut im Ausstrichtest
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VegetarierDas Blut eines Vegetariers im Blutausstrichtest. Homogenes Zellenbild, gleichmäßige Strukturen, kaum Verschlackungen oder entzündliche Anzeichen |
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FleischesserDas Blut eines Patienten, der viel Fleisch gegessen hat: sehr verschlacktes Blut mit Stoffwechsel-Rückständen ("splitterähnliche" Struktur) |
Ein Tropfen Blut im Dunkelfeld-Mikroskop
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FleischesserBlut eines Fleischessers: |
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FleischesserBlutmilieu eines Patienten, der viel Fleisch gegessen hat: starker Zellbefall mit krankhaften und vergrößerten Mikroorganismen (so genannte Eiweißmasten) |
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VegetarierGesundes Blut eines Vegetariers. Klare Zellstrukturen, gute Fließeigenschaften, bessere Sauerstoff-Aufnahme |




