Fleisch als Fremdkörper!
aus „Vegetarisch Genießen”, Ausgabe 2/2004
Fleisch löst schädliche Immunreaktionen aus
Für den menschlichen Körper ist Fleisch ein Fremdkörper und
keine natürliche Nahrung.
In einer wissenschaftlichen Studie wird erstmals einwandfrei nachgewiesen, dass
Moleküle aus dem Fleischverzehr in menschliches Körpergewebe aufgenommen
werden und dort Immunreaktionen auslösen.
Am 01.10.03 wurde in PNAS-online eine interessante Studie von Wissenschaftlern
der University of California veröffentlicht. PNAS ist das Kürzel für »Proceedings
of the National Academy of Sciences«, eine der angesehensten und am meisten
zitierten wissenschaftlichen Fachzeitungen der Welt.
Das Ergebnis der Studie: Der menschliche Organismus reagiert auf Fleischnahrung
wie auf einen Fremdkörper - und wehrt sich.
Amerikanische Forscher hatten herausgefunden, dass der menschliche Stoffwechsel
nach dem Verzehr von rotem Fleisch (Rind, Schwein, Schaf) bestimmte körperfremde
Moleküle aufnimmt und diese in verschiedene Gewebe einlagert. Bei diesen
Molekülen handelt es sich um eine Zuckerverbindung mit der Bezeichnung N-Glycolyneuraminsäure
(Neu5Gc), die sich an der Membranoberfläche von Zellen befindet. Diese Substanz
wird nur von Säugetieren gebildet; der menschliche Stoffwechsel kann diese
Zuckerverbindung nicht herstellen.
Besonders große Mengen befinden sich im Fleisch von Rind, Schwein und Lamm
- auch Milch und Käse enthalten diese Verbindungen in kleinen Mengen.
Zwei an der Studie beteiligte Wissenschaftler fanden im Blut von Testpersonen
Antikörper, die mit den Neu5Gc-Molekülen reagierten. Daraus konnte
geschlossen werden, dass eine Immunreaktion gegen diese Moleküle stattgefunden
hat. Neu5Gc-Moleküle selbst wurden zuerst in verschiedenen Krebsgeweben
nachgewiesen, später auch in Blutgefäßen und Schleimhautzellen
gefunden.
Nachdem das Neu5Gc problemlos von menschlichen Zellen im Reagenzglas aufgenommen
wurde, entschlossen sich drei Wissenschaftler der Arbeitsgruppe zu einem Selbstversuch:
Sie tranken ein aus Schweinefleisch gewonnenes Konzentrat der Testsubstanz. Nach
etwa zwei Tagen waren die Neu5Gc-Spiegel zwei bis dreimal höher als vor
dem Versuch. Vier Tage später waren die Konzentrationen wieder auf den ursprünglichen
Wert gefallen.
Das Bemerkenswerte an dieser Studie ist, dass erstmals wissenschaftlich einwandfrei
nachgewiesen wurde, dass Moleküle aus dem Fleischverzehr in menschliches
Körpergewebe aufgenommen werden und dort Immunreaktionen auslösen.
Das Immunsystem des Menschen betrachtet das Neu5Gc-Molekül als schädlichen
Eindringling.
In einer ersten vorsichtigen Bewertung bemerkte der Leiter der Studie, Professor Ajit Varki, es sei durchaus denkbar, dass die Anreicherung von Neu5Gc und die Bildung von Antikörpern im Laufe des Lebens zur Entstehung von Krankheiten beitragen könne.
Kommentar:
Diese Studie zeigt eindrucksvoll, dass das Fleisch
keine naturgemäße Nahrung des Menschen sein kann, sonst würde
unser Immunsystem keine Antikörper bilden. Ein regelmäßiger Fleischkonsum
fördert schädliche Immunreaktionen und die Entzündungsbereitschaft
des Stoffwechsels mit allen daraus hervorgehenden Folgeerkrankungen.
In der Zusammenfassung der Studie in PNAS-online ist von xenoreaktiven Antikörpern
die Rede, die durch den Verzehr von rotem Fleisch im menschlichen Organismus
gebildet werden. Dabei kommt einem der Begriff »Xenotransplantation« in
den Sinn, also die Übertragung tierischer Organe und Gewebe auf den Menschen.
Die Abstoßung von Transplantaten wird durch heftige Abwehrvorgänge
ausgelöst. Könnte es nicht sein, dass die festgestellten Immunreaktionen
auf den Fleischkonsum ebenfalls eine natürliche Abstoßungsreaktion
des Körpers darstellen?