Kein Klimaschutz mit Massentierhaltung

Eine Naturklinik hat nur dann ihren Namen zu Recht, wenn sie sich für die Natur, die Tiere, unsere Erde einsetzt. Daher hatten wir im Dezember 2006 in unserem Newsletter den „langen Schatten der Tierhaltung“ zum Thema, ein Bericht, veröffentlicht von der UN-Organisation FAO, der eindrucksvoll zeigt, dass die Viehzucht einen der zwei bis drei bedeutendsten Verursacher der größten Umweltprobleme darstellt.

Heute werden wir wieder den Naturschutz aufgreifen. Anlass ist der UN-Report zum Klimawandel, der am letzten Freitag veröffentlicht wurde und der ein erschreckendes Szenario, ja einfach die Realität, darstellt.

Dieser so genannte IPCC-Bericht ist die wichtigste wissenschaftliche Grundlage für die internationale Klimapolitik. Dabei sind die Aussagen dieses IPCC-Reports noch zurückhaltend, da in dem Ausschuss auch Vertreter der Industrie und der Ölexport-Staaten vertreten sind.

Kernaussagen:

  • Der Erde droht bis Ende dieses Jahrhunderts eine Klimaerwärmung um bis zu 6,4°C.
  • Die Meere haben sich erwärmt bis in 3.000 m Tiefe.
  • Der Meeresspiegel ist im 20. Jahrhundert um 17 cm gestiegen, bis Ende des 21. Jahrhunderts werden weitere 20-80 cm erwartet.
  • Das Eis der Gletscher und der Polkappen schmilzt dramatisch.
  • Schwerste, nie da gewesene Stürme treten auf.
  • Riesige Wüstengebiete einerseits und Überschwemmungen andererseits wird es geben, weit schlimmer als alles, was wir bisher erlebt haben.
  • Hungersnöte, Seuchen, Katastrophen nie gekannten Ausmaßes werden kommen.
  • Schuld daran ist allein der Mensch aufgrund der Umweltzerstörung und der enormen Ausschüttung der Treibhausgase.

Zitate einiger Politiker und anderer Prominenter:

„Wer etwas anderes behauptet, kann nicht länger die Wissenschaft als Argument benutzen“

Sir Martin Rees, Präsident der renommierten britischen Wissenschaftsakademie Royal Society

„Wer jetzt noch nicht wach ist, der muss sich fragen, was denn eigentlich passieren muss, damit man den Ernst der Lage erkennt“

Klaus Töpfer, frühere Chef des UN-Umweltprogramms und ehemaliger Bundesumweltminister

„Jeder Regierungschef, der in seinem Amtseid geschworen hat, Schaden von seinem Volk abzuwenden, ist jetzt zu einer ernsthaften Klimapolitik verpflichtet. Es geht nicht zuletzt um unzählige Menschenleben“

Christoph Bals, Geschäftsführer der Umweltorganisation Germanwatch

„Es ist Zeit für eine Revolution: die Revolution des Bewusstseins, die Revolution der Wirtschaft, die Revolution des politischen Handelns […] Der Tag rückt näher, an dem der Klimawandel jeder Kontrolle entgleitet. Wir sind an der Schwelle der Unumkehrbarkeit.“

der französische Präsident Chirac am Tag der Veröffentlichung des UN-Klimaberichts vor 200 Delegierten aus rund 50 Staaten in Paris

„Mit dem nun vorliegenden Bericht sollten letzte Zweifel ausgeräumt sein, dass wir Menschen es sind, die die Klimaschraube überdrehen. Folglich liegt es auch in unserer Hand, diese gefährliche Fehlentwicklung entschlossen durch Reduktion der Treibhausgasemissionen zu korrigieren.“

Hans Joachim Schellnhuber, Direktor des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung

„Was man als falsch erkennt, muss man sofort ändern.“

Al Gore in seinem umjubelten Umweltfilm „Eine unbequeme Wahrheit“

Das heißt, die menschliche Zivilisation in der heutigen Form wird es in Kürze nicht mehr geben.

Wo ist die Lösung?

Die Klimaexpertin Regine Günther von der Umweltstiftung WWF versucht es mit folgender Erklärung: „Weg von Kohle und Öl, langfristig auch vom Gas und hin zu erneuerbaren Energien.“ Es „bleiben höchstens noch 15 Jahre Zeit, um die Klimaerwärmung auf unter zwei Grad Celsius zu halten.“

Außerdem wird ein Geschwindigkeitslimit auf Autobahnen diskutiert, Energiesparprogramme zu Hause, z.B. eine Raumtemperatur von 18°C und vieles, vieles mehr.

Stimmt das wirklich? Ist das eine Lösung?

Erinnern wir uns an die Veröffentlichung „Livestocks a major threat to environment“

  • Die Viehzucht beansprucht 70% des gesamten landwirtschaftlich genutzten Landes auf der Erde, 30% der Erdoberfläche.
  • Die Tierhaltung ist Hauptverursacher des Artensterbens.
  • Die Emission anthropogener, d.h. vom Menschen verursachter, Treibhausgase durch die Tierhaltung ist höher als die aller Transportmittel der Welt zusammen genommen.

Somit wird jede Aussage zum Umweltschutz zur Heuchelei, jede Aktion zum Naturschutz zur Farce, solange der Redner, der Aktionist vom Fleischkonsum nicht Abstand nimmt. Es gibt kaum schlimmere Umweltsünder als diejenigen, welche für die Fleischproduktion verantwortlich sind. Aus diesem Blickwinkel gesehen erscheint auch Al Gores Umweltengagement in einem völlig anderen Licht, der in seinem Film „Die unbequeme Wahrheit“ stolz berichtete, wie seine Familie durch die Zucht von „Black Angus Rindern“ reich wurde.

Aber auch jeder, der Fleisch isst, wird so zum Mittäter.

Jeder Mensch, der Fleisch isst, schadet sich nicht nur selbst, sondern ist auch mit verantwortlich für die Umweltschäden und somit für die Klimakatastrophen. Er ist mit verantwortlich.

  • für den Treibhauseffekt mit all seinen negativen Folgen, denn die Treibhausgasemission aufgrund der Viehzucht ist weitaus schlimmer als die der Transportmittel weltweit. Die Tierhaltung ist für 18% CO2-Äquivalente verantwortlich;
  • für die Menschen, die verhungern, weil sie keine Fläche zum Anbau z.B. von Getreide haben, wenn diese für die Viehzucht genutzt wird;
  • für die Menschen, die verdursten, weil 8% des weltweiten Wasserkonsums für die Viehzucht gebraucht wird. Forscher gehen davon aus, dass die Wasserknappheit eines unserer Hauptprobleme in der Zukunft wird;
  • für die Abholzung der Regenwälder und damit für Klimakatastrophen, soweit sie durch die Viehzucht bedingt sind;
  • für die Entstehung der Todeszonen in Küstengebieten;
  • für jeden Mensch, der aufgrund einer Antibiotika-Resistenz stirbt, die als Folge der Tierzucht entstanden ist;
  • u.v.m.

Wir müssen uns darüber im Klaren sein, dass wir selbst früher oder später zur Verantwortung gezogen werden. Ob wir das nun wahrhaben wollen oder nicht. Und laut dem UN-Klimareport vielleicht viel schneller, als wir denken.

Daher ist die beste Lösung, zum Wohle von uns selbst und zum Wohle unseres wunderschönen Planeten:

„Menschen, esst kein Fleisch!“

Werden auch Sie zum Vegetarier!
Helfen Sie mit, dass auch andere zu Vegetariern werden!
Helfen Sie mit, dass die Massentierhaltung, die Schlachthöfe abgeschafft werden!

Und Sie können sofort mehr für den Klimaschutz tun, als all die klugen Redner zusammen, die noch Fleisch oder Fisch essen.

Sie können aber noch mehr tun:

Schreiben Sie an Ihre Politiker, an den Umweltminister Ihres Landes, an Umweltschutzorganisationen in Ihrer Gegend und auch weltweit, schreiben Sie an Pfarrer, Bischöfe und Kardinäle, an den Ministerpräsidenten von Bayern, Edmund Stoiber, der selbige zum Klimagipfel eingeladen hat.

Fragen Sie, ob sie noch Fleisch essen.
Fragen Sie, wenn sie noch Fleisch essen, wie sie es wagen können, großtönend für Umweltschutz einzutreten, obwohl sie die Mitverursacher für eine der größten Treibhausemissionen überhaupt sind?
Fragen Sie die, die noch Fleisch essen, warum in all ihren Aussagen, Aufrufen, Forderungen und Aktionen nie die wesentliche Rolle der Tierhaltung für die Klimakatastrophe erwähnt wird?
Fragen Sie, warum Sie so über die Ursachen des Klimawandels belogen werden?
Fragen Sie, was diese Menschen/Organisationen zu tun gedenken, wenn sie diese Fakten kennen?

Einige E-Mail-Adressen finden Sie exemplarisch hier.

Die Gabriele-Stiftung

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