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Allergien – Mikronährstoffe können beim Vorbeugen helfen.

Wenn im Spätwinter die Tage wieder länger werden, freuen sich die meisten Menschen auf den Frühling, wenn vielleicht auch nicht alle Allergiker. Bereits Mitte Februar fliegen schon die ersten Hasel- und Erlenpollen. Nach Angaben des Deutschen Polleninformationsdienstes startet der Pollenflug immer früher.

Die Häufigkeit allergischer Reaktionen in Deutschland hat in den vergangenen Jahrzehnten zugenommen. Laut AOK-Kinderreport ist inzwischen knapp jedes vierte Kind von einer Allergie betroffen. Kinder leiden häufig an Neurodermitis und an Heuschnupfen. Ernährungsgewohnheiten, wie ein häufiger Fastfood-Konsum, erhöht das Risiko für allergische Erkrankungen. Auch die Bedeutung der zunehmenden Belastung von Umwelt und Körper durch Schwermetalle wurde lange Zeit unterschätzt.

Zahlreiche Studien belegen, dass das Auftreten allergischer Erkrankungen auch durch Mängel in der Mikronährstoffversorgung beziehungsweise durch Belastungen mit Schwermetallen begünstigt wird:

Im Januar 2017 wurde eine Metaanalyse iranischer Wissenschaftler publiziert, in der 21 Beobachtungsstudien ausgewertet wurden. Kinder mit einer 25-OH-Vitamin-D-Konzentration (Vitamin D3) größer 30 ng/ml zeigten eine signifikant niedrigere Sensibilisierung durch Luftallergene. Männer mit einer Serumkonzentration von über 30 ng/ml 25-OH-Vitamin-D hatten im Vergleich zu Männern mit einer Vitamin-D3-Konzentration unter 20 ng/ml weniger häufig Heuschnupfen.

Koreanische Wissenschaftler haben im November 2015 publiziert, dass Patienten mit allergischer Rhinitis (Heuschnupfen) vermehrt oxidativen Stress aufwiesen. Bereits 2013 war publiziert worden, dass eine erhöhte Vitamin-C-Aufnahme bei Kindern mit einer Verminderung der Symptome von allergischer Rhinitis assoziiert war. Die Vitamin-C-Versorgung spielt zur Prävention und Behandlung allergischer Erkrankungen eine wichtige Rolle, da Vitamin C einen Antihistamin-Effekt hat. Histamin ist ein Botenstoff, der für die Auslösung allergischer Symptome eine zentrale Rolle spielt. Vitamin C vermindert die Histaminfreisetzung und fördert den Histaminabbau.

Auch das Vitamin E scheint eine gewisse Schutzfunktion gegen allergische Erkrankungen zu haben. Jedenfalls konnte nachgewiesen werden, dass die Vitamin-E-Aufnahme einer allergischen Sensibilisierung entgegenwirken kann.

Auch die Aminosäure Glutamin kann zum Schutz vor Nahrungsmittel-Allergien beitragen. Glutamin ist von großer Bedeutung für die Barrierefunktion des Darmes. Ein Glutaminmangel führt zu einer erhöhten Durchlässigkeit der Darmwand, wodurch vermehrt Nahrungskomponenten in den systemischen Kreislauf gelangen und unter anderem auch Allergien auslösen können.

Mehrfach wurden bei Patienten mit allergischen Erkrankungen auch Veränderungen der Konzentrationen von Spurenelementen und Mineralstoffen nachgewiesen.

Bekannt ist, dass eine vegan-vegetarischer Ernährung einen gewissen Schutzeffekt gegen das Auftreten allergischer Erkrankungen bewirkt.

Bei Allergien oder Allergieneigung empfiehlt sich, neben der klassischen Allergie-Diagnostik (z.B. Prick-Test, IgE-Test), die Untersuchung auf Mikronährstoffmängel, Schwermetall-Belastungen und eine Untersuchung des Darmmilieus.

Auf der Basis dieser Untersuchungen können, sobald das Nervensystem begonnen hat sich zu entspannen, Schwermetallausleitungen beziehungsweise individuell abgestimmte Therapien mit Mikronährstoffen durchgeführt werden, wodurch das Immunsystem harmonisiert beziehungsweise gestärkt wird.