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Die Auswirkung von Gadolinium auf den menschlichen Körper

Gadolinium-haltige Kontrastmittel wurden lange Zeit als unbedenklich angesehen und millionenfach für Magnet-Resonanz-Tomographien eingesetzt. Nun hat sich gezeigt, dass diese Kontrastmittel hochgiftige Gadolinium-Ionen im Körper freisetzen, die sich im
Gehirn und anderen Organen ablagern können.

In Folge können Gadolinium-Ionen – entgegen früheren Annahmen – mehrere Jahre in den Organen gespeichert werden. Die lange Halbwertszeit von Gadolinium- Ionen führt vor allem bei wiederholter Kontrastmittel-Gabe zu einer kumulativen Anreicherung in den Zielorganen. Studien weisen auch darauf hin, dass die wiederholte Verwendung von Gadoliniumhaltigen Kontrastmitteln Spuren im Gehirn hinterlässt in Form von Toxischen Ablagerungen.

Gesundheitliche Folgen, die daraus resultieren, wurden erstmals 1997 bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion beschrieben. Die Patienten litten unter schwerwiegenden Schmerzen im Bereich verdickter Hautpartien. Die Beschwerden waren fortschreitend und endeten teilweise tödlich. Als sich gezeigt hatte, dass außer der Haut auch Leber, Lunge, Muskeln und das Herz betroffen sein können, wurde die Erkrankung als nephrogene systemische Fibrose (NSF) bezeichnet. Nachdem die Ursache zunächst unklar war, wurde ab Anfang 2006 zunehmend der Zusammenhang mit der Gabe gadoliniumhaltiger Kontrastmittel erkannt.

Nach 2006 wurden auch bei nierengesunden Patienten Beschwerden beobachtet, die in zeitlichem und ursächlichem Zusammenhang mit einer Gadoliniumexposition stehen. 2016 wurde das Krankheitsbild der Gadolinium deposition disease beschrieben. Die Symptome bestehen vorwiegend in Kopfschmerzen, Knochenschmerzen sowie peripheren und zentralen Schmerzen. Aber auch Metallgeschmack, Hautverdickung, intensives Brennen der Haut, Verfärbung der Haut, Gelenksteifigkeit, Muskelkrämpfe und Fatigue werden beobachtet. Das Gefühl des „benebelt seins“ – auch als brain fog bezeichnet – sowie Kopfschmerzen bestanden länger als 3 Monate, Hautverdickung und Schmerzen bis zu 8 Jahre nach der letzten Kontrastmittel-Gabe.

Die Diagnostik einer Gadolinium-Belastung sowie die Behandlung von betroffenen Patienten mit Chelatbildern ist in der Naturklinik Michelrieth möglich.