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Die Bedeutung von Eisen für die Gesundheit

Sehr viele Menschen klagen in der heutigen Zeit über Erschöpfung. Angesichts steigender beruflicher Anforderungen, ständiger Erreichbarkeit und weiteren Faktoren sind die Möglichkeiten für Erholung und Regeneration meist seltener als früher.

Erschöpfung zählt in der Medizin zu den so genannten Allgemeinsymptomen und ist gekennzeichnet durch körperliche Schwäche, Müdigkeit und Antriebslosigkeit. Erschöpfung kann sehr unterschiedliche Ursachen haben. Es kann ein normaler physiologischer Zustand sein – zum Beispiel nach starken körperlichen oder seelischen Anstrengungen.
Erschöpfung ist aber häufig auch ein Begleitsymptom von Erkrankungen. Zu erwähnen sind hier Infektionskrankheiten, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, hormonelle Erkrankungen, Krebserkrankungen, Unterernährung, Stoffwechselerkrankungen, chronisch entzündliche Erkrankungen, Anämie und vieles mehr. Erschöpfung ist auch ein verbreitetes Symptom im Zusammenhang mit psychischen Störungen, z.B. Depressionen.

Erschöpfung bedeutet Energiemangel, und so ist bei allen Formen der Erschöpfung natürlich die Frage von großer Relevanz, ob der Organismus überhaupt in der Lage ist, ausreichend Energie zu bilden.
Eine ausreichende Energiebereitstellung im Körper hängt von einer Vielzahl von Faktoren ab. Für die biochemischen Reaktionen des Energiestoffwechsels sind zahlreiche Mikronährstoffe notwendig. Nur bei einer ausreichenden Verfügbarkeit dieser Mikronährstoffe ist auch eine optimale Energiebildung in der Zelle möglich.
Bei Erschöpfung, also Energiemangel, ist deshalb zunächst einmal zu prüfen, ob die entsprechenden Mikronährstoffe in genügender Menge vorhanden sind.

Durch immer stärker werdende schädigende Umwelteinflüsse ist es keineswegs mehr selbstverständlich dass selbst gute Lebensmittel über eine ausreichende Menge an Mikronährstoffen verfügen. Das führt zu einem Mikronährstoffmangel in unserm Organismus. Auch die heutigen Ernährungsgewohnheiten tragen dazu bei. Dazu kommt, dass durch Stress, starke Beanspruchung oder Krankheiten der Mikronährstoffbedarf sowieso häufig sehr hoch ist und weit über den offiziellen Zufuhrempfehlungen liegen kann.

In der Mikronährstoff-Medizin geht es darüber hinaus nicht nur um den Ausgleich ernährungsbedingter Mängel im Sinne einer reinen Nahrungsergänzung, sondern es werden die Mikronährstoffe gezielt als Therapeutika genutzt.

Die Zufuhr von Mikronährstoffen kann entweder schnell wirksam vom Arzt über Infusionen erreicht werden oder aber durch orale Verabreichung. Da die Mängel individuell sehr verschieden sein können sollte bei jedem Patienten das Therapieprogramm auf der Basis einer individuellen Laboranalyse erstellt werden.

Folgende Vitamine / Vitaminoide, Mineralstoffe, Spurenelemente und Aminosäuren können beispielsweise bei Erschöpfungszuständen erfolgreich eingesetzt werden:

Aminosäuren
In der Orthomolekularen Therapie haben bei psychischen Befindlichkeitsstörungen bestimmte Aminosäuren eine herausragende Bedeutung, da diese auf die Befindlichkeit einen großen Einfluss nehmen können. Allerdings ist bei der Einnahme von Aminosäuren Vorsicht geboten, da eine falsche Dosierung auch nachteilige gesundheitliche Folgen haben kann. Einer gezielten Therapie mit höher dosierten Aminosäuren, muss deshalb eine entsprechende Blutanalyse vorausgehen.
Tryptophan ist eine der Aminosäuren, die für eine gute psychische Verfassung unerlässlich sind, weil aus ihr das „Glückshormon“ Serotonin gebildet wird. Die Aminosäure Glutamin wird benötigt, um GABA zu bilden, ein Stoffwechselprodukt mit beruhigendem Effekt. Für die Synthese von Adrenalin, Noradrenalin und Dopamin, die ebenfalls einen großen Einfluss auf die Stimmung nehmen, sind die Aminosäuren Tyrosin und Phenylalanin notwendig. Auch die Aminosäuren Serin und Glycin können sich
positiv auf die Psyche auswirken, wenn sie dem Stoffwechsel gezielt zugeführt werden.

Vitamine
Insbesondere die B-Vitamine, zu denen auch die Folsäure gehört, sollten bei einer Mikronährstofftherapie bei Erschöpfung und Erschöpfungsdepression berücksichtigt werden: Sie wirken u.a. schmerzlindernd und antidepressiv und werden für den Aminosäuren-, Neurotransmitter- und Energiestoffwechsel gebraucht; außerdem sind sie Baumaterial für die Nervenzellen. So ist beispielsweise Vitamin B6 und B12 für die Bildung der Myelinscheiden erforderlich, also für die Ummantellung der Nervenzellen. Auch die Bedeutung des Vitamins D ist nicht zu unterschätzen, denn es kann der so genannten Winterdepression entgegenwirken. Eine ausreichende Vitaminversorgung ist zudem für die Bildung der Stresshormone erforderlich. Vitamin E vermag oxidiertes Vitamin C wieder zu regenerieren.

Mineralstoffe
Magnesium und Calcium haben einen beruhigenden Effekt und sollten bei einer orthomolekularen Behandlung von Erschöpfungszuständen dem Stoffwechsel immer ausreichend zur Verfügung stehen. Ein Eisenmangel kann unter anderem zu Müdigkeit, verminderter Hirnleistungsfähigkeit, Erschöpfung, depressiver Verstimmung führen.

Homocystein
Erhöhte Homocysteinspiegel sind in verschiedenen Studien mit einer schlechten Stimmungslage assoziiert – also muss bei Erschöpfungszuständen der Homocysteinspiegel unbedingt ausgetestet werden.