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Herzinsuffizienz: Naturheilkundlich-ergänzende Behandlung mit Mikronährstoffen, insbesondere mit Eisen

Bei der Herzinsuffizienz ist das Herz nicht mehr in der Lage den Körper ausreichend mit Blut und Sauerstoff zu versorgen. Die Herzinsuffizienz ist eine sehr häufige Erkrankung, von der in Europa mehr als 10 Millionen Menschen betroffen sind. In Deutschland ist die Herzinsuffizienz einer der häufigsten Anlässe für den Besuch einer allgemeinmedizinischen Praxis und der Hauptgrund für eine Krankenhausaufnahme. Durch das Abnehmen des Herzzeitvolumens bei der Herzinsuffizienz kommt es zu einer unzureichenden Durchblutung der Organe, weshalb dann vom Organismus verschiedene Anpassungsmechanismen aktiviert werden. Langfristig kommt es zu einem strukturellen Umbau des Herzmuskels.

Mikronährstoffe spielen eine wichtige Rolle in der Vorbeugung und Behandlung der Herzinsuffizienz. Sie können zum Beispiel den Energiestoffwechsel des Herzmuskels verbessern, was bei diesem Krankheitsbild eine zentrale Rolle spielt. Bei Patienten mit Herzinsuffizienz liegt häufig ein Vitamin-B1-Mangel vor, der unbedingt ausgeglichen werden sollte. Eine zentrale Rolle in der Therapie der Herzinsuffizienz spielt das Eisen. Gerade in den letzten Monaten wurden wichtige Studien publiziert, aus denen hervorgeht, dass bei der Herzinsuffizienz ein Eisenmangel in den Herzmuskelzellen vorliegt. Dadurch wird der Energiestoffwechsel der Herzmuskelzellen gestört, weil Eisen für die Energiebildung in den Mitochondrien eine zentrale Rolle spielt. Ohne ausreichende Eisenverfügbarkeit kann der Energiebedarf des Herzmuskels nicht befriedigend gedeckt werden, eine Schwäche der Herzmuskulatur ist dann die Folge. Ein wichtiger Mikronährstoff für das Herzkreislaufsystem ist das Vitamin B3, das vor allem gegen die erhöhte Entzündungsaktivität bei Herzinsuffizienz wirkt.

Coenzym Q10 ist ein essentieller Bestandteil der sogenannten Atmungskette, die für die Energiebildung in der Zelle eine wesentliche Rolle spielt. Wenn Coenzym Q10 fehlt, ist die Energiebildung auch in der Herzmuskelzelle beeinträchtigt. Eine Therapie mit Coenzym Q10 ergänzt also ideal eine Eisentherapie.

Es gibt noch einige weitere Mikronährstoffe, die bei der Behandlung der Herzinsuffizienz in Frage kommen, z.B. Carnitin und die Aminosäuren Arginin und Taurin. Letztere ist übrigens in Japan zur Behandlung der Herzinsuffizienz sogar als Medikament zugelassen.

Neben den notwendigen anderen Therapiemaßnahmen bietet gerade die Mikronährstoffmedizin viele erfolgsversprechende Ansätze zur Verbesserung der Herzfunktion und auch der gesamten Befindlichkeit des Menschen. Mikronährstoffe sollten aber nicht einfach so eingenommen werden, vielmehr empfehlen wir vorab eine Mikronährstoffanalyse auf deren Basis dann eine gezielte Supplementierung erfolgen kann.