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Hirnleistungsfähigkeit und Mikronährstoffe –
Mikronährstoffe sind unabdingbar für das Gehirn

Das Gehirn besitzt Schätzungen zufolge etwa 100 Milliarden Nervenzellen. Jedes Neuron ist durchschnittlich mit 1000 anderen Neuronen verbunden, so dass wohl mindestens 100 Billionen Synapsen existieren dürften. Das Gehirn macht beim Erwachsenen nur etwa zwei Prozent der Körpermasse aus, verbraucht aber etwa 20 Prozent des Sauerstoffs und mehr als 25 Prozent der Glukose.

Die Zusammenhänge zwischen der Ernährung und der Hirnleistungsfähigkeit wurden lange Zeit wenig beachtet, was sich aber in den letzten Jahren grundlegend geändert hat. Zahlreiche Studien haben gezeigt, dass die Hirnleistungsfähigkeit in erheblichem Umfang von der Art der Ernährung beeinflusst wird und zwar in jedem Lebensalter. Ein hoher Verzehr verarbeiteter, fett- und zuckerreicher Nahrungsmittel führte bei Kindern zu Intelligenzeinbußen. Besonders bei Kindern sollte unbedingt auf eine ausreichende Zufuhr von Mikronährstoffen geachtet werden. Das Gehirn des Menschen wächst besonders stark im letzten Drittel der Schwangerschaft bis zum Ende des 2. Lebensjahres. Das wachsende Gehirn ist besonders empfindlich gegenüber Mikronährstoffdefiziten, wobei einzelne Mikronährstoffdefizite recht spezifisch die Entwicklung bestimmter Hirnstrukturen beeinträchtigen können.

Einen ungünstigen Einfluss auf die Hirnentwicklung hatte psychosozialer Stress in seinen vielfältigen Formen. Bei diesen Kindern zeigte sich ein geringeres Hippocampusvolumen. Gerade in den ersten beiden Lebensjahren sind Mikronährstoffdefizite besonders problematisch, weil die durch sie bedingte Reifungsstörungen des Gehirns später nicht mehr rückgängig gemacht werden kann. Auch bei Senioren ist die Hirnleistungsfähigkeit oftmals durch Mikronährstoffdefizite beeinträchtigt. Eine große Lebensmittelauswahl ist kein Garant für eine optimale Mikronährstoffversorgung. Wie verschiedene Studien der letzten Jahre gezeigt haben, ist der Mikronährstoffgehalt von Getreide, Gemüse und Obst gegenüber früher eher rückläufig. Gründe sind der zunehmende Anbau von Hochertragssorten, starke Düngung sowie Veränderungen der Pflanzenbiochemie durch den Klimawandel.

Für die Hirnleistungsfähigkeit ist eine gute Versorgung mit Mikronährstoffen von zentraler Bedeutung, da Mikronährstoffe auf vielfältige Weise für den Aufbau des Gehirns benötigt werden und an den meisten Stoffwechselfunktionen des Gehirns beteiligt sind. Beispiele hierfür sind die Nervenimpulsübertragung, der Energiestoffwechsel der Nervenzellen, die Bildung der Myelinscheiden, der Synapsen und Dendriten, der antioxidative Schutz der Gehirnstrukturen und vieles mehr.