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Mikronährstoffmängel: eine mögliche Ursache der Polyneuropathie

Polyneuropathien (PNP) gehören zu den häufigsten neurologischen Erkrankungen, die die Lebensqualität unter Umständen sehr beeinträchtigen können. Typische Symptome sind Sensibilitätsstörungen strumpfförmig an den unteren Extremitäten oder handschuhförmig an den oberen Extremitäten. Es können ganz verschiedene Symptome auftreten, wie z.B. Ameisenlaufen, Pelzigkeit, Kribbeln, Wärme- oder Kältemissempfindungen, manchmal auch Krämpfe oder sogar Lähmungen.

Insgesamt sind ca. 600 Ursachen für eine Polyneuropathie beschrieben worden. Die häufigsten Ursachen sind Diabetes mellitus, erhöhter Alkoholkonsum etc. Nahezu jeder Vitaminmangel kann eine Polyneuropathie auslösen, ebenso ein Defizit an Spurenelementen. Das Internationale Institut für Erfahrungsheilkunde hat in Zusammenarbeit mit der Naturklinik untersucht, ob es Anhaltspunkte dafür gibt, dass bei PNP-Patienten vermehrt Mikronährstoffdefizite vorkommen. An der Studie nahmen ca. 30 Polyneuropathie-Patienten teil, als Kontrollgruppe dienten 17 gesunde Personen mit gleicher Altersstruktur und Geschlechterverteilung wie in der Polyneuropathie-Gruppe.

Insgesamt wurden 35 Mikronährstoffe bestimmt, darunter 23 Aminosäuren. Die Auswertung der Daten zeigte, dass bei den Polyneuropathie-Patienten die Mikronährstoffkonzentrationen teilweise erheblich niedriger waren als bei den gesunden Kontrollpersonen, zum Beispiel bei den Vitaminen C, D3 und B12 sowie bei Magnesium, Arginin, Cystein, Serin und Taurin. Bei jedem der erwähnten Mikronährstoffe ist sich ein enger Zusammenhang zum Nervenstoffwechsel bekannt. Vitamin B12 ist unerlässlich für die Bildung von Nervenscheiden. Vitamin D3 ist ein Nervenschutzfaktor, Vitamin C kann den oxidativen Stress vermindern, der zu Nervenschäden führen kann. Die Aminosäure Arginin spielt eine wichtige Rolle für die Regulierung der Durchblutung der Nervenzellen. Taurin zum Beispiel ist wichtig für den Schutz der Nervenzellen gegen die Schäden durch Überzuckerung.

Die Kurzstudie gibt also wichtige Hinweise, dass bei PNP-Patienten die Mikronährstoffversorgung nicht optimal ist. Zur Verbesserung und Stabilisierung des Nervenstoffwechsels sollte also eine Mikronährstoffanalyse durchgeführt werden, als Basis für eine gezielte Supplementierung