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Schwermetalle im Fisch –
und ihre Auswirkungen auf die Gesundheit

Immer wieder wird behauptet Fisch essen sei gesund, denn Fische seien ein guter Lieferant von Omega-3-Fettsäuren. In Zusammenarbeit mit Peter Jennrich, (Facharzt für Allgemeinmedizin und Direktor des „International Board of Clinical Metal Toxicology“), haben wir einige der aktuellsten Studien und Fakten zu diesem Thema zusammengefasst. Sie stimmen überein mit den in der Naturklinik Michelrieth und im Internationalen Institut für Erfahrungsheilkunde während der vergangenen Jahrzehnte gewonnenen Erfahrungen, dass Menschen, die gerne und regelmäßig Fisch essen, überdurchschnittlich häufig und hoch mit Schwermetallen belastet sind:

Die Schwermetalle und das Leichtmetall Aluminium verbreiten sich seit Beginn der Industrialisierung um das Jahr 1850 immer mehr in der Umwelt und gelangen über die Nahrungskette und durch den Verzehr von im Wasser lebenden Tieren in den menschlichen Körper. Da sie nicht wasserlöslich sind, kann der Körper sie mit seinen eigenen Mitteln nur schwer ausscheiden, wodurch es zu deren zunehmender Ansammlung im Binde-, Fett- und Nervengewebe kommt. In der Zelle verdrängen Schwermetalle lebenswichtige Mineralien wie Eisen, Calcium, Magnesium und weitere Minerale von ihren Positionen in Enzymen und Eiweißen, welche im Ablauf des Stoffwechsels und der Energiegewinnung wichtige Funktionen erfüllen. Die Anwesenheit der Schwermetalle und des Leichtmetalls Aluminium setzt diese Enzyme und Eiweiße außer Funktion, wodurch sich vielfältige negative Auswirkungen für den Stoffwechsel und die Energiegewinnung ergeben können.

Fische und Meeresfrüchte sind mittlerweile so stark mit Quecksilber und anderen Giften belastet, dass die normale Gehirnentwicklung und damit die Gesundheit und Intelligenz von Babys bereits im Mutterleib gefährdet ist, wenn Schwangere regelmäßig Fisch essen (Bellanger M. et al. Environ Health. 2013 Jan 7; 12:3). Dies zeigen mehrere voneinander unabhängige Studien. Tatsächlich stellt der regelmäßige Konsum von Fischen, die auch in Deutschland flächendeckend mit Quecksilber belastet sind (DEUTSCHER BUNDESTAG; Drucksache 18/4311), ein Gesundheitsrisiko für das heranreifende Kind dar. Vor allem die Entwicklung des Nervensystems und damit die Intelligenz der Kinder können dabei in Mitleidenschaft gezogen.

Fische konzentrieren in hohem Maße Quecksilber in ihrem Muskelfleisch. In Fischen kann die Quecksilberkonzentration 1 Million mal größer sein als in dem Wasser, in dem der Fisch lebt. Da das Quecksilber mit dem Regen aus der Luft ins Wasser gelangt, ist es in Süßwasserfischen ebenso zu finden wie in Meeresfischen und in Wildfischen ebenso wie in „Bio-Fischen“ aus „ökologischer Aquakultur“.

1,8 Millionen – so groß ist die Zahl der Kinder, die jährlich in Europa mit einer Quecksilberbelastung geboren werden, die zur Entstehung neurologischer Schäden führen kann. Daraus können sich Beeinträchtigungen der intellektuellen Fähigkeiten der betroffenen Kinder unterschiedlichen Ausmaßes entwickeln. Der dadurch verursachte volkswirtschaftliche Schaden wird mit 8 bis 9 Mrd. Euro jährlich beziffert! Die Hauptursache der Quecksilberbelastung liegt im Fischkonsum der Mütter vor und während der Schwangerschaft (Bellanger M. et al. Environ Health. 2013 Jan 7; 12:3).
Was sich wie eine Sensationsmeldung anhört und eigentlich zu einem Aufschrei in der Bevölkerung führen müsste, wird jedoch bisher kaum zur Kenntnis genommen, wohl auch deswegen, weil es dazu an Aufklärung fehlt. Dies ist umso bedenklicher, als die angeführten Zahlen aus einer großen Studie stammen, die mit öffentlichen Geldern finanziert wurde und an der 17 europäische Länder beteiligt waren.

Wenn auf den Gehalt an Omega-3-Fettsäuren in Fisch und Fischölprodukten hingewiesen wird, basiert das nicht selten auf Untersuchungen, welche die positive Wirkung der Omega-3-Fettsäuren überschätzen und den negativen Einfluss von Methylquecksilber unterschätzen. Dies wurde inzwischen bei einer genaueren Überprüfung entsprechender Studien festgestellt (Budtz-Jørgensen E, et al. Environ Health Perspect 2007; 115:323-7) (Davidson PW, et al. Neurotoxicology. 2008 Sep; 29(5):767-75) (Bellinger DC.Saf Health Work. 2013 Mar;4(1):1-11.).

Auf der anderen Seite gibt es viele Studien, die darauf hinweisen, dass die schädigende Wirkung des Quecksilbers im Fisch größer ist als die vermeintlich positive Wirkung der Omega-3-Fettsäuen. So hat eine Untersuchung an über 1800 Männern aus Finnland gezeigt, dass die Quecksilberbelastung dieser Männer umso höher war je mehr Fisch gegessen wurde. Dies führte dazu, dass die Halsschlagadern schneller verkalkt sind und das Herzinfarktrisiko angestiegen ist. Je größer die Quecksilberbelastung in Folge des Fischkonsums war, desto größer war das Risiko, einen Herzinfarkt zu erleiden oder an einer anderen Durchblutungsstörung zu erkranken und daran zu versterben (Salonen JT, et al. Circulation. 1995 Feb 1;91(3):645-55).

Neben Quecksilber sind Fische häufig auch mit Arsen und einer ganzen Reihe von Chemikalien wie Dioxin und PCB belastet. Diese Belastung kann so hoch sein, dass der Fisch eigentlich für den menschlichen Verzehr nicht mehr geeignet ist. Um die belasteten Fische dennoch weiter fangen und verkaufen zu können, haben Finnland, Schweden und Lettland von der EU eine Ausnahmegenehmigung erhalten, die es den betreffenden Ländern gestattet, Fische aus der Ostsee in ihrem Hoheitsgebiet auch dann in den Verkehr zu bringen, wenn deren Gehalt an Dioxin und PCB den zulässigen Höchstwert überschreitet (VERORDNUNG (EU) Nr. 1259/2011 DER KOMMISSION vom 2. Dezember 2011 zur Änderung der Verordnung (EG) Nr. 1881/2006). (Peter Jennrich 02.12.2017)

Fazit

Der Fischverzehr ist für die menschliche Ernährung nicht erforderlich, vielmehr mit großen gesundheitlichen Risiken, z.B. in Form von Schwermetall-Vergiftungen, verbunden. Eine Zufuhr von Omega-3-Fettsäuren ist viel besser und ohne Nebenwirkungen beispielsweise durch eine vermehrte Verwendung von Leinöl, Leinsamen, Walnüssen und grünem Blattgemüse zu erreichen. Und ist es ethisch überhaupt zu rechtfertigen, Milliarden von Seetiere auf grausame Arzt und Weise umzubringen?