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Vegan geht doch! DGE-Position zu veganer Ernährung

Vegan ist gesund, vegan ist im Trend, denn eine vegane Ernährung ist auch tierfreundlich, umweltverträglich und nachhaltig. Das sind Gründe warum sich immer mehr Menschen rein pflanzlich, also vegan ernähren.

Was sagen offizielle Ernährungsgesellschaften zur veganen Ernährung?
Im April 2016 hat die deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) ein Positionspapier zur veganen Ernährung veröffentlicht. Damit bezieht die DGE nun auch offiziell Stellung zu dem veganen Trend in der Bevölkerung. Internationale Ernährungsgesellschaften wie die amerikanische Academy of Nutrion and Dietetics*, und die kanadische Ernährungsgesellschaft kommen schon seit Jahren in ihrem Positionspapier zu dem Schluss: „…, dass eine gut geplante vegane Ernährung, die Nährstoffpräparate und angereicherte Lebensmittel einschließt, für alle Lebensphasen einschließlich Schwangerschaft, Stillzeit und Kindheit, geeignet ist.“

Die DGE schreibt in ihrer Zusammenfassung zunächst: „Bei veganer Ernährung ist eine ausreichende Versorgung mit einigen Nährstoffen nicht oder nur schwer möglich.“ Sie weist darauf hin, das Risiko für eine Nährstoffunterversorgung sei in sensiblen Lebensphasen wie Schwangerschaft, Stillzeit, Kindheit erhöht.
Somit entsteht der Eindruck, dass die DGE von einer veganen Ernährung abrät bzw. warnt. Am Ende heißt es jedoch: „Wer sich dennoch vegan ernähren möchte, sollte unbedingt die aufgeführten Punkte beachten.“
Diese Punkte sind im Positionspapier ausführlich erläutert, wie eine ausgewogene vegane Ernährung aussehen kann. Dazu wird die Giessener vegane Ernährungspyramide zitiert. Auch findet man konkrete Empfehlungen bezüglich der kritischen Nährstoffe und die notwendige Nahrungsergänzung, z.B. mit Vitamin B12.
Prof. Claus Leitzmann (Ernährungsexperte und Buchautor u.a. „Vegetarische Ernährung“) kommentiert in einem Interview zur DGE-Position:
„Die DGE ist sehr vorsichtig in ihren Empfehlungen und spricht auch die entsprechenden Warnungen aus. Aber die Wirklichkeit zeigt, dass die Veganer gut informiert sind, und gerade wenn sie ihre Kinder auch vegan ernähren, das in der Regel auch richtig machen.“

Gesundheitliche Vorteile der vegetarischen Ernährung
SpargelsaaltAuch die gesundheitlichen Vorteile vegetarischer Ernährungsformen werden in den ersten Absätzen des DGE-Positionspapiers dargestellt. Sie sind reich an Ballaststoffen, Obst und Gemüse sind und haben z.B. ein geringeres Risiko für Stoffwechsel- und Herz-Kreislauf-Krankheiten. Die DGE führt aus, „…, dass eine pflanzenbetonte Ernährungsform (mit oder ohne einen geringen Fleischanteil) gegenüber der derzeitig in Deutschland üblichen Ernährung mit einer Risikosenkung für ernährungsmitbedingte Krankheiten verbunden ist.“

Kommentar:
Eine vegane Ernährung ist also doch möglich und nicht so kompliziert. Sie bringt, wenn sie richtig gemacht wird sogar gesundheitliche Vorteile.
Die konkreten Handlungsempfehlungen in der DGE-Position sind ausführlich und praktisch, die Fakten gut recherchiert und stimmen mit unseren Empfehlungen in der HG Naturklinik überein. Auch dass man sich kompetent informieren oder beraten lassen soll, ist richtig. Leider hören wir von unseren Patienten immer wieder, dass Ärzte und Ernährungsberater kaum über vegane Ernährung bescheid wissen. Bleibt zu hoffen, dass sich dies in Zukunft verbessern wird.
In der HG Naturklinik haben wir seit vielen Jahren Erfahrung mit vegetarischer und veganer Ernährung. Fundierte Informationen findet man auch in Büchern oder im Internet. Z.B. Ärztlicher Ratgeber: Vegetarisch Essen – Fleisch Vergessen.

Vegane Ernährung ist nicht nur gesund, sie ist tierfreundlich, umweltfreundlich und nachhaltig. Gerade das Leid der Tiere ist für viele Menschen ein Grund tierische Nahrung zu reduzieren oder ganz zu meiden.

Hülsenfrüchte

Gesundheitsorganisationen auf der ganzen Welt empfehlen den Verzehr von Hülsenfrüchten als Teil einer gesunden Ernährung. Sie sollen Übergewicht, Diabetes, Herzerkrankungen und Krebs vorbeugen.
Hülsenfrüchte waren und sind in vielen Kulturkreisen eine wichtige Grundlage in der Ernährung, um den Eiweißbedarf zu decken. Bei uns sind sie aus der Mode gekommen. Zur Zeit erfreuen sie sich wieder zunehmender Beliebtheit. Mit Linsen, Bohnen, Erbsen, Kichererbsen, Soja und neuerdings auch Lupinen kann man köstliche Gerichte zubereiten und sie gehören zu einer gut geplanten veganen Kost.